Formel 1: Antonelli siegt im Monaco-Chaos trotz Roter Flagge
Lange Zeit bietet der Monaco-GP der Formel 1 wenig Unterhaltung, am Ende wird es dramatisch: Zwei Safety-Cars, eine Rote Flagge – und ein Mercedes-Sieger.

Das Wichtigste in Kürze
- Kimi Antonelli gewinnt den Monaco-GP trotz einer dramatischen Schlussphase.
- Der Mercedes-Star dominiert von der Pole Position und führt das Rennen lange an.
- Ein Schaden am Asphalt führt dann aber zu einer langen Roten Flagge.
Hat Mercedes-Star Kimi Antonelli am Sonntag seine Meister-Prüfung in der Formel 1 bestanden? Der Italiener fährt von der Pole Position in Monaco zu einem dramatischen Sieg. Und das, obwohl das Rennen in der Schlussphase lange unterbrochen ist – weil der Asphalt in der letzten Kurve aufbricht.
Für Max Verstappen ist das Rennen schon beim Start gelaufen: An seinem RB22 geht beim Losfahren etwas kaputt – der Holländer bleibt auf seinem zweiten Startplatz beinahe stehen. Zwar setzt sich das Auto noch in Bewegung, aber Verstappen stellt sein Auto nach Runde eins an der Box ab.

Ohne den Holländer entwickelt sich das Rennen wenig überraschend zur Monaco-typischen Prozession. Antonelli kontrolliert das Tempo an der Spitze, dahinter lauern die Ferrari-Stars Lewis Hamilton und Charles Leclerc. Diese Reihenfolge hat anschliessend über den Grossteil der Renndistanz unverändert Bestand.
Wieder eine Monaco-Prozession in der Formel 1
Einziger Aufreger im vorderen Teil des Klassements: Hamilton ist in der Boxengasse über dem Tempolimit und fasst eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe aus. Das gleiche passiert auch George Russell, Oscar Piastri, Pierre Gasly, Franco Colapinto und Lance Stroll.

Dahinter erwischt es den Weltmeister: Lando Norris muss seinen McLaren nach 46 Runden mit einem Motoren-Problem abstellen. Der Brite ist nach Verstappen, Valtteri Bottas und Oliver Bearman der vierte Ausfall. Alle vier parken ihre Autos aber an der Box, beeinflussen das Rennen also nicht weiter.
Drama nach Safety-Car kurz vor Schluss
In Runde 60 sorgt Lance Stroll dann doch noch für etwas Spannung: Der Kanadier setzt seinen Aston Martin in der letzten Kurve in die Mauer und verursacht dadurch ein Safety-Car. Ferrari holt beide Fahrer zum Reifenwechsel, Antonelli kommt erst eine Runde später. Weil das ganze Feld aber durch die Boxengasse geleitet wird, bleibt Antonelli vorne.

Der Italiener lässt beim Neustart nach dem Safety-Car nichts anbrennen und setzt sich sofort wieder ab. Aber das Rennen wird sofort wieder neutralisiert, weil Leclerc beim Neustart in die Mauer rutscht. Das befördert Isack Hadjar auf den dritten Platz, während das Safety-Car erneut ausrückt.
Rote Flagge wegen Asphalt-Problemen!
Doch zwei Runden später wird die Rote Flagge geschwenkt, zunächst ohne klar erkennbaren Grund. Dann wird klar: Ursache für die Unfälle in der letzten Kurve ist offenbar ein Schaden am Asphalt. Auf den ausgebrochenen Stücken waren erst Stroll, dann Leclerc ausgerutscht und in die Barriere gerauscht.
00:00 / 00:00
Nach einer halben Stunde und einigen Reparaturen am Asphalt wird das Rennen schliesslich nochmals neu gestartet – und zwar stehend! Antonelli gewinnt aber auch diesen Neustart für einen Neun-Runden-Sprint gegen Hamilton. Im hinteren Feld wird Carlos Sainz von Nico Hülkenberg abgeschossen und muss sein Auto abstellen.
Resultat noch lange nicht final
An der Spitze setzt sich Antonelli ab, Hamilton kann keine Attacke mehr setzen. Dahinter muss Russell eine Durchfahrtsstrafe absitzen, was Gasly kurzzeitig auf Rang drei befördert. Der Franzose hat aber selbst eine Zehn-Sekunden-Strafe stehen. So erbt Isack Hadjar den dritten Platz – aber gegen ihn läuft ebenfalls noch eine Untersuchung ...

Dahinter büsst auch Nico Hülkenberg ein Punkte-Resultat ein, fasst für die Sainz-Kollision eine Strafe aus. Kurz jubelt Cadillac über die ersten WM-Punkte überhaupt in der Formel 1. Aber auch gegen Perez läuft eine Untersuchung für einen Fehlstart. Holt also Fernando Alonso am Ende einen Zähler für Aston Martin?
















