Formel 1 – George Russell: «Sollte nicht in der Situation sein»
George Russell scheidet beim Belgien-GP der Formel 1 schon in der ersten Runde nach einer Kollision aus. Die Schuld sieht der Brite aber beim Antriebsstrang.

Das Wichtigste in Kürze
- George Russell hadert nach dem Ausfall beim Belgien-GP mit dem Formel-1-Reglement.
- Dem Briten fehlte die Batterie-Leistung – erst dadurch kam es zur Kollision, so Russell.
- «Ich sollte gar nicht erst in dieser Situation sein», meint der Mercedes-Pilot.
Die Titelambitionen von George Russell in der Formel 1 haben in Spa-Francorchamps einen herben Dämpfer erlitten: Während sein Mercedes-Teamkollege Kimi Antonelli einen souveränen Sieg feiert, scheidet der Brite schon in Runde Eins aus. Nach einer Kollision mit Ex-Teamkollege Lewis Hamilton ist das Rennen für Russell früh zu Ende.
Russell und Hamilton waren nach der langen Kemmel-Geraden nebeneinander in die Les-Combes-Kombination gefahren. Dabei traf der Ferrari den Mercedes am Hinterrad und drehte ihn um. Russell rutschte rückwärts ins Kiesbett und musste das Rennen schon nach fünf Kurven aufgeben.
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Hamilton erhielt für die Szene eine Fünf-Sekunden-Strafe aufgebrummt – was Russell aber nicht nachvollziehen konnte. «Lewis und ich, das war meiner Meinung nach ein Rennunfall. Es war keine Absicht von ihm. Ja, er war etwas mehr schuld als ich, aber er hat nichts Rücksichtsloses getan.»
Batterie-Probleme in der Formel 1 «richtig gefährlich»
Weitaus frustrierter war der Mercedes-Pilot über die Ereignisse vor dem Unfall. «Ich hatte einen guten Start, bin super durch Turn 1 gekommen und lag direkt hinter Verstappen. Aber aus irgendeinem Grund hat sich meine Batterie in Kurve 1 nicht aufgeladen», schildert der Brite nach dem Rennen.

Damit habe ihm auf dem Weg von La Source hinauf durch Raidillon de l'Eau Rouge rund 35 Prozent Leistung gefehlt. «Und dadurch hatte ich auch ein Boost-Problem, ich hatte keine Leistung. Ich kam ohne Batterie-Ladung auf die Kuppe von Eau Rouge. Ganz ehrlich, das war richtig gefährlich», so Russell.
Russell: «Hätte nicht in diese Situation geraten dürfen»
Ein technischer Defekt am Antriebsstrang hatte Russell schon beim Kanada-GP der Formel 1 einen wahrscheinlichen Sieg gekostet. Und beim Belgien-GP war das neue Reglement der Motorsport-Königsklasse erneut scharf in die Kritik geraten. Am Ende der High-Speed-Sektionen verloren die Autos teils deutlich mehr als 50 km/h – trotz Vollgas.

Entsprechend gross war der Frust bei Russell nach seinem Ausfall. Denn die enorme Abhängigkeit der neuen Autos macht Batterie-Probleme zu einem Sicherheitsrisiko. «Ich hätte gar nicht erst in diese Situation geraten dürfen. Deshalb bin ich am meisten verärgert», schäumte der Brite.
















