Formel 1 – Räikkönen: «Antonelli tappt nicht in die Piastri-Falle»
Fährt Mercedes-Jungstar Kimi Antonelli in der Formel 1 zum WM-Titel? Namensvetter und Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen glaubt an den jungen Italiener.

Das Wichtigste in Kürze
- Kimi Antonelli könnte sich 2026 erstmals zum Formel-1-Weltmeister krönen.
- Droht dem Italiener ein ähnliches Schicksal wie Oscar Piastri im Vorjahr?
- Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen glaubt: Antonelli ist resilienter als der Australier.
Ein bisschen fühlt sich die WM-Situation in der Formel 1 wieder so an wie im Vorjahr: Der jüngere, unerfahrene Teamkollege liegt im dominanten Rennstall vor seinem arrivierten Stallgefährten. Im Vorjahr war es Oscar Piastri bei McLaren, 2026 ist es Mercedes-Jungstar Kimi Antonelli.
Piastri war am Ende der vergangenen Saison der unglückliche Dritte, fiel sogar noch hinter Max Verstappen zurück. Der Australier erlebte zur Saison-Mitte einen katastrophalen Durchhänger, der ihn seinen komfortablen Vorsprung kostete. Am Ende war es Teamkollege Lando Norris, der den WM-Titel feiern durfte.

Droht Kimi Antonelli bei Mercedes gegen George Russell in diesem Jahr das gleiche Schicksal? Der legendäre Namensvetter des jungen Italieners, Kimi Räikkönen, glaubt nicht daran. Gegenüber dem «Quotidiano Nazionale» meint der Finne, selbst 2007 Weltmeister in der Formel 1, dass Antonelli resilienter sei als Piastri.
Wird Antonelli Weltmeister in der Formel 1?
«Antonelli wird nicht den Fokus verlieren», meint der frühere Ferrari-Star. «Er zeigt Reife, aber er muss vermeiden, Piastri nachzuahmen. Der schien den Titel an einem Punkt auch schon in der Tasche zu haben», erinnert Räikkönen. «Aber er konnte mit diesem Druck nicht umgehen», so das Urteil des Finnen.

Räikkönen ist aber sicher, dass Antonelli «nicht in dieselbe Falle tappen wird». Der Ex-Weltmeister sieht im Mercedes-Jungstar ein grosses Zukunftsversprechen. Das habe er dieses Jahr schon eindrücklich bewiesen. «Man gewinnt nicht vier Grands Prix in Folge, wenn man nicht über besonderes Talent verfügt.»
«Das richtige Auto war schon immer entscheidend»
Räikkönen weiss natürlich auch, dass Antonelli in diesem Jahr im überlegenen Auto sitzt. «Das richtige Auto zu haben, ist entscheidend, aber das war schon immer so, im Laufe der Geschichte», so Räikkönen. Und zuletzt in Kanada profitierte Antonelli im Kampf um den Sieg auch von einem Defekt bei Teamkollege und WM-Rivale Russell.

Die Zahlen des jungen Italieners seien dennoch «eine Meisterleistung», urteilt der Finne. Für Räikkönen ist jedoch nach wie vor Max Verstappen der eigentliche Massstab in der Formel 1. «Max ist ein Phänomen – er hat vor zehn Jahren in Spanien direkt vor mir sein erstes Rennen gewonnen. Da wurde mir klar, dass ein Star geboren war», erinnert sich der Ex-Weltmeister.
















