YB – Spycher: «Nicht sagen, dass sich alle warm anziehen sollen»
YB will wieder angreifen! Sport-Boss Christoph Spycher und Trainer Gerardo Seoane geben vor dem Auftakt gegen Sion Auskunft über Kader und Ziele.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Sonntag startet YB gegen Sion in die Meisterschaft.
- Noch ist das Kader nicht fix, Christoph Spycher rechnet mit weiteren Zu- und Abgängen.
- In der Abwehr freut sich Trainer Gerardo Seoane über Konkurrenz und neue Profile.
Der frühe Saisonstart der Super League bringt es mit sich, dass die Kader der Teams noch lange nicht definitiv sind. Das gilt auch für YB. Mit Cedric Zesiger, Joël Mall und Isaac Schmidt haben die Berner aber dennoch schon drei namhafte Transfers getätigt.
Christoph Spycher, Chief of Sports bei YB, erklärt am Medientermin vom Donnerstag, dass die Transferaktivitäten noch nicht abgeschlossen sind. «Wir rechnen noch mit verschiedenen Bewegungen, sowohl auf der Abgangs-, wie auch auf der Zugangsseite.»

So ist zum Beispiel auf der Position des Rechtsverteidigers ein Überangebot vorhanden: Neuzugang Schmidt ist dort ebenso zuhause, wie Lewin Blum, Saidy Janko und Ryan Andrews.
Letzterer befindet sich im Aufbau nach seinem Kreuzbandriss. Spycher sagt: «Der Eine oder Andere wird uns noch verlassen. Wer das sein wird, das werden wir sehen.»
In der letzten Saison kassiert YB viele Gegentore – auch mit Cedric Zesiger soll ich das ändern. Er komplettiert das Innenverteidiger-Quartett mit Gregory Wüthrich, Loris Benito und Sandro Lauper.
Seoane: «Welche Innenverteidiger-Pärchen passen am besten zusammen?»
Letzterer ist seit der Rückkehr von Trainer Gerardo Seoane stets gesetzt. Wie plant man bei YB mit dem Konolfinger, der auch im Zentrum spielen könnte? Seoane erklärt: «Wir sehen Sandro schon eher in der Innenverteidigung, er soll mit den drei Spielern konkurrieren.»

Der Trainer weiter: «Seine Entwicklung ging über die Jahre auf diese Position hin. Aber wir wissen, dass er im zentralen Mittelfeld eine Entlastung sein kann – wir haben dort im Moment drei Spieler. Sandro gibt uns diese Sicherheit, dass wir ihn nach vorne ziehen können, wenn wir Schwierigkeiten haben.»
Laupers stärkste Position sei aber im Moment die Innenverteidigung. «Dort haben wir jetzt verschiedene Profile – wichtig wird sein: Welche Innenverteidiger-Pärchen aus diesen Profilen passen am besten zusammen? Aber es gibt uns auch die Möglichkeit, in dieser Saison im Spiel einzuwirken.»

Überhaupt sei Konkurrenz im Kader wichtig. «Zuoberst steht der Erfolg von YB. Dafür brauchen wir auf allen Positionen Top-Qualität und einen Kokurrenzkampf», so Seoane.
«Uns war nach letzter Saison wichtig, dass wir für unsere Defensive ein paar Profile dazuholen wollen. Damit wir auf dem Platz eine andere Energie haben. Das haben wir mit Samuel Essende im Winter auch schon im Sturm gemacht», so der Trainer.
Spycher: «Dürfen heute nicht sagen, dass sich alle warm anziehen sollen»
Wie sehen denn bei YB die Ziele nach Platz 6 in der Vorsaison aus? Spycher scherzt: «Zielen haben wir in diesem Jahr keine.»
Doch dann erklärt er: «Selbstverständlich haben Ziele für die Saison! Wir sind maximal ambitioniert. Jeder bei YB weiss, dass wir am Schluss um Titel mitspielen und Titel gewinnen wollen.»

Spycher weiter: «Auf der anderen Seite ist nach der letzten Saison auch klar: Wir dürfen heute nicht sagen, dass sich alle warm anziehen sollen.»
«Klar ist: Wir wollen wieder dorthin – aber diesen Weg müssen auf dem Platz gehen. Es wird Rückschläge geben, das ist auch ein Thema – wie gehen wir damit um? Wir sind nicht die einzigen, die den Titel gewinnen wollen.»
Am Sonntag kann YB im ersten Spiel der Saison zeigen, wie gross die gemachten Fortschritte bereits sind: Der FC Sion reist ins Wankdorf, Anpfiff ist um 14 Uhr.












