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Audi – Teamchef Binotto stolz: «Viertbestes Chassis der Formel 1»

Mathias Kainz
Mathias Kainz

Monaco,

Die Premieren-Saison von Audi verläuft bislang noch schwierig, Der Motor hinkt noch hinterher. Mit dem in Hinwil gebauten Chassis ist man aber höchst zufrieden.

Audi Sauber Formel 1
Audi hat dank Sauber in der Formel 1 ein konkurrenzfähiges Chassis. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Audi ist mit seinem Formel-1-Motor nicht zufrieden – dafür aber mit seinem Chassis.
  • Das Auto selbst entsteht nach wie vor beim ehemaligen Sauber-Team in Hinwil.
  • Teamchef Mattia Binotto lobt – und dämpft zugleich die Erwartungen an das Triebwerk.

Gleich beim ersten Start als Formel-1-Werksteam fuhr Audi in Australien dank Gabriel Bortoleto in die Punkte. Seither wartet man zwar auf ein Top-Ten-Resultat. In der Gesamtwertung liegt man aber nicht nur vor Total-Neuling Cadillac, sondern auch vor Aston-Martin auf Rang neun.

Traust du Audi zu, bis 2030 um den Formel-1-Titel zu fahren?

Die grosse Schwäche des Audi R26 steckt im Heck: Das erste F1-Triebwerk der Ingolstädter, entwickelt im deutschen Neuburg an der Donau, hinkt in Sachen Leistung hinterher. Keine Überraschung für eine völlige Neu-Entwicklung in ihrem Premieren-Jahr in der Motorsport-Königsklasse.

Gabriel Bortoleto Audi
Gabriel Bortoleto bescherte Audi die ersten Punkte in der Formel 1. - keystone

Dass man trotz dieses Leistungs-Defizits regelmässig an den Top-Ten kratzt – schlechtestes Grand-Prix-Resultat bislang Platz 13 – ist beachtlich. Und es deutet darauf hin, dass man in Sachen Chassis beim ehemaligen Sauber-Team in Hinwil einen guten Job gemacht hat. Das sieht auch Teamchef Mattia Binotto so.

Sauber liefert Audi das viertbeste Chassis der Formel 1

«Ich bin sehr zufrieden mit dem Chassis», so der gebürtige Lausanner im Podcast «Beyond The Grid». «Ich habe das nicht nur anhand der GPS-Telemetriedaten analysiert, sondern auch mit den Fahrern besprochen. Zunächst einmal haben wir eine gute Übereinstimmung zwischen dem Windkanal und dem Simulator erreicht.»

Audi Sauber Formel 1
Mattia Binotto ist Teamchef von Audi in der Formel 1. - keystone

«Auch bei unseren Prozessen und Methoden haben wir einen Schritt nach vorne gemacht. Aber ich denke, unser Auto ist in den Kurven ziemlich schnell. Wir glauben, dass wir in Sachen Chassis vielleicht sogar das viertbeste Team sind», so Binotto. «Für uns als ehemaliges Sauber-Team ist das ein hervorragendes Ergebnis.»

Motor wird Audi auch 2027 zurückhalten

Binotto sieht aber auch ein, dass der Plan, ab 2030 um den WM-Titel zu fahren, ein sehr ambitionierter ist. «Der nächste echte Schritt wird meiner Meinung nach erst 2028 erfolgen. Wenn wir heute die Lücken zu unseren Top-Konkurrenten messen? Dann liegen diese bei der Motorleistung, bei der Motorsteuerung und der Fahrbarkeit.»

Audi Formel 1 Hülkenberg
Audi dämpft die Erwartungen für 2027. - keystone

Um diese Lücken auszugleichen, sei «ein bedeutender Schritt» erforderlich, so Binotto. Und der komme für 2027 vermutlich zu früh, wie der Audi-F1-Projektleiter gesteht. «Wir müssen die Hardware verändern, um unseren Motor zu verbessern. Wenn wir so gut sein wollen wie die Konkurrenz, wird das bis 2027 nicht möglich sein, sondern erst 2028.»

Kommentare

User #1424 (nicht angemeldet)

Und wie schaut's mit dem Motor aus?

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