Bei Red Bull und Mercedes warnt man vor der grossen Regel-Revolution vor Ferrari. Die Scuderia sieht sich selbst für 2022 aber nicht in einer Favoritenrolle.
Scuderia Ferrari Mattia Binotto
Teamchef Mattia Binotto (li.) und Sportdirektor Laurent Mekies (Ferrari). - Scuderia Ferrari

Das Wichtigste in Kürze

  • Startet Ferrari als Favorit in die neue Formel-1-Saison?
  • Bei Red Bull und Mercedes befürchtet man einen Entwicklungsrückstand.
  • Ferrari-Sportchef Laurent Mekies glaubt aber nicht, dass die Scuderia im Vorteil ist.

Die Karten in der Formel 1 werden mit dem Saisonstart 2022 völlig neu gemischt: Die umfassenden Regeländerungen könnten das Kräfteverhältnis in der Königsklasse des Motorsports drastisch verändern.

Kämpft Ferrari in der Saison 2022 um den WM-Titel?

Besonders ein Faktor könnte eine grosse Rolle spielen: nämlich die Frage, welches Team wann mit der Entwicklung für die neue Auto-Generation begonnen hat. Durch die Budget-Obergrenze waren parallele Entwicklungen für 2021 und 2022 nur begrenzt möglich.

Ferrari mit Entwicklungsvorsprung?

Bei Red Bull und Mercedes befürchtet man, durch den langen Titelkampf in der abgelaufenen Saison im Nachteil zu sein. Beide Teams arbeiteten lange an ihren «alten» Autos, um im WM-Duell die Oberhand zu haben.

Ganz anders die Lage bei Ferrari: Die Scuderia stellte ihre Entwicklung bereits früh auf das neue Auto, Codename «674», um. Zwar holte man 2021 keinen Sieg, trotzdem reichte es für Rang drei in der WM – hinter den beiden Titel-Rivalen.

Carlos Sainz Ferrari Test
Carlos Sainz (Ferrari) testet die neuen 18-Zoll-Reifen, die in der Formel 1 ab 2022 zum Einsatz kommen. - Scuderia Ferrari

Allerdings glaubt man bei Ferrari nicht daran, durch den Entwicklungsvorsprung plötzlich vor den beiden Top-Teams zu liegen. «Das sind beides unglaubliche Organisationen – das zeigen schon die Resultate», so Sportdirektor Laurent Mekies.

Letzter WM-Titel ist eine Ewigkeit her

«Ich würde keine Sekunde lang ihre Fähigkeit unterschätzen, für 2022 ein grossartiges Auto zu bauen. Man müsste sehr naiv sein, um zu glauben, dass man die Lücke zu ihnen einfach schliessen kann», so Mekies. «Ich würde mir um sie also keine Sorgen machen.»

Charles Leclerc Scuderia Ferrari
Charles Leclerc (Scuderia Ferrari) beim Abu-Dhabi-GP der Formel 1. - keystone

Ferrari hat angekündigt, das neue Auto sei «sehr innovativ». Zuletzt kämpfte die Scuderia 2019 vorne mit. Der letzte WM-Titel für das Cavallino Rampante ist noch länger her: 2007 holte Kimi Räikkönen die Fahrer-Krone, 2008 gewann man die Konstrukteurs-WM.

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