WM 2026: Frankreich fertigt den Irak mit 3:0 ab
An Tag 12 der WM 2026 gelingt Argentinien ein 2:0-Erfolg gegen Österreich. Auch Turnier-Favorit Frankreich gewinnt klar mit 3:0 gegen den Irak.

Das Wichtigste in Kürze
- Kap Verde holt zum Start von WM-Tag 12 gegen Uruguay ein weiteres Remis.
- Österreich verliert gegen Argentinien und Frankreich gewinnt deutlich gegen den Irak.
- Im Liveticker von Nau.ch bleibst du den ganzen Tag am Ball.
Der Montag an der WM 2026 ist ein historischer. Lionel Messi wird zum alleinigen WM-Rekordtorschützen. Einer der diesen Rekord dereinst brechen könnte heisst Kylian Mbappé. Der Franzose erzielt gegen den Irak ein Doppelpack!
Die Spiele des Tages an der WM 2026
Uruguay – Kap Verde 2:2
Neuseeland – Ägypten 1:3
Argentinien gegen Österreich 2:0
Frankreich – Irak 3:0
Tag 12 der WM 2026 im Ticker
Das war es! Frankreich gewinnt souverän 3:0 gegen Irak! Die Équipe Tricolore tütet damit vorzeitig den Einzug in die K.o.-Runde ein. Kylian Mbappé erzielte einen Doppelpack (14., 54. Minute), Ousmane Dembélé sorgte in der 66. Minute mit seinem ersten Turniertor für den Endstand.
Der Irak konnte dem favorisierten Gegner über weite Strecken kaum gefährlich werden und steht nach zwei Niederlagen in zwei Spielen bereits vor dem vorzeitigen WM-Aus. Frankreich hat damit nach dem Auftaktsieg gegen Senegal (3:1) seinen zweiten Dreier eingefahren und führt die Gruppe I souverän an.
Die Partie in Philadelphia wird wegen eines Gewitters vor der zweiten Halbzeit für rund zwei Stunden unterbrochen.

Wiederanpfiff zwischen Frankreich und Irak verzögert sich
Der Wiederanpfiff zwischen Frankreich und Irak verzögert sich wegen eines Gewitters. Das Stadion in Philadelphia wurde evakuiert – die Fifa rechnet mit rund einer halben Stunde Verzögerung. Erst wenn während 30 Minuten kein Blitz mehr registriert wird, kann die Partie fortgesetzt werden.
Tooor für Frankreich! Kylian Mbappé bringt die Équipe Tricolore mit einem sehenswerten Schuss in die linke Ecke in Führung. Der Superstar trifft zum 1:0 und untermauert damit seine Ausnahmestellung bei dieser WM – nach seinem Doppelpack gegen Senegal nun schon der nächste Treffer.
Im Lincoln Financial Field in Philadelphia rollt der Ball. Frankreich, nach dem 3:1-Auftaktsieg gegen Senegal bereits mit einem Bein in der K.o.-Runde, will auch gegen den krassen Aussenseiter nachlegen.
Irak steht nach der 1:4-Klatsche gegen Norwegen bereits unter Druck – eine Niederlage käme einem vorzeitigen WM-Aus gleich.
Auch das zweite Gruppenspiel der WM 2026 kann Argentinien gewinnen. Der amtierende Weltmeister schlägt hartnäckige Österreicher – obwohl Messi früh einen Penalty verschiesst. Vor der Pause macht es der Superstar bei einem Direktabschluss dann besser – 1:0.

Erstmals in der WM-Geschichte sind Trinkpausen 2026 ein fix geregeltes Element bei allen Spielen. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit wird die Partie für drei Minuten unterbrochen. Dabei ist egal, ob die Spieler schon schneller wieder spielbereit wären oder welche Temperaturen tatsächlich herrschen.

Dadurch wird das Spiel quasi in vier Viertel geteilt. In den besagten «Hydration Breaks» können Trainer nochmal taktische Anweisungen geben – das ganze Spielgeschehen kann kippen. Das monierte auch der bosnische Coach Sergej Barbarez nach dem 1:4 gegen die Schweizer Nati.
Die Nati kam mit neuem Schwung aus der zweiten Trinkpause und erzielte in der Schlussphase noch vier Tore. Die «New York Times» hat nun eine Studie zum Einfluss der Trinkpausen in den ersten 24 Partien des Turniers angestellt.

Das Ergebnis: In 14 von 48 Spielen sei eine Wende des Momentums festgestellt worden. Das heisst nur knapp bei jedem vierten Spiel war nach der Trinkpause wirklich ein grosser Umschwung zu erkennen. Diesen hätte es teilweise aber möglicherweise auch ohne eine solche Unterbrechung gegeben.
Fifa-Boss Gianni Infantino wird zum wiederholten Mal kritisiert. Thema: Sein Reiseverhalten während der WM 2026. Der Walliser lässt sich nämlich im von Qatar Airways zur Verfügung gestellten Privatjet von Spiel zu Spiel fliegen.

Gemäss der französischen Beratungsfirma «Greenly» verursacht der Jet immense Emmissionen. Ein Flugstunde soll demnach ungefähr so viel Kohlendioxid verursachen, wie ein durchschnittlicher Mensch pro Jahr.
Ein Greenpeace-Sprecher sagt gegenüber «The Athletic»: «Dass Führungskräfte täglich mit stark umweltbelastenden Privatjets fliegen, vermittelt nicht gerade das Signal, dass die Fifa die Ursache des Klimawandels erkennt oder ihre Verantwortung, Teil der Lösung zu sein.»
Deutschland startet mit zwei Siegen in die WM 2026 – doch seit dem 2:1 über die Elfenbeinküste bangt das Nagelsmann-Team um Verteidiger Nico Schlotterbeck. Der BVB-Star verletzt sich bereits nach 13 Minuten.

Der DFB hat jetzt die Diagnose bekannt gegeben. Und die hat es in sich: Schlotterbeck hat sich einen Bänderriss am Sprunggelenk zugezogen. Der Verteidiger fällt monatelang aus – die WM 2026 ist für ihn damit beendet. Real-Star Antonio Rüdiger dürfte für Schlotterbeck in die Startelf rotieren.
«‹Schlotti› wird uns auf dem Platz als herausragender Verteidiger sehr fehlen, vor allem auch sein exzellenter Spielaufbau», wird Bundestrainer Nagelsmann zitiert. «Es hätte seine WM werden können.»

Nagelsmann weiter: «Wir haben gestern alle versucht, ihn aufzubauen. Zum Glück ist er ein sehr positiver Typ, der schon wieder vorausblickt. Es ist ein schönes Zeichen, dass er zunächst hier im Mannschaftskreis bleibt, denn er hat auch neben dem Platz Einfluss.»
Eine kuriose Szene beim 2:2-Remis zwischen Uruguay und Kap Verde sorgt an der WM 2026 für Diskussionen. Beim Stand von 0:1 assistiert Uruguay-Angreifer Federico Vinas einem Gegenspieler: Telmo Arcanjo liegt gerade mit einem Krampf am Boden.
Doch dann kommt der Ball nach vorne – und Vinas reagiert sofort: Er wirft Arcanjos Bein regelrecht beiseite, dreht sich um und sprintet mit in den Sechzehner. Uruguay erzielt just aus dieser Szene den 1:1-Ausgleich.
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Kap-Verde-Trainer Bubista stört sich daran: «Diese Szene hat mich geärgert, weil uns Marcelo Bielsa in jeder Pressekonferenz, jedem Spiel Fairplay vorlebt. Von ihm haben wir alle gelernt, was Fairplay überhaupt heisst.»

Der Uruguay-Trainer hatte 2019 als Trainer von Leeds United den Fairplay-Preis der FIFA erhalten. Er hatte seine Spieler damals angewiesen, ein Tor des Gegners zuzulassen. Sein Team hatte zuvor einen Treffer erzielt, während ein Spieler von Aston Villa verletzt am Boden lag.
Am Montagabend trifft Österreich an der WM 2026 auf Titelverteidiger Argentinien. Die ÖFB-Auswahl holte sich mit einem 3:1-Auftaktsieg über Jordanien ein wenig Selbstvertrauen. Aber auch die Gauchos sind dank Hattrick-Held Lionel Messi mit einem 3:0 über Algerien perfekt gestartet.

Die Favoritenrolle liegt klar beim amtierenden Weltmeister – und trotzdem gibt sich ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick kämpferisch. «Wer sehr, sehr viel Geld gewinnen möchte, der geht noch in die Wettbüros und setzt – keine Ahnung, wie viel er übrig hat – auf einen Sieg für Österreich.»
Dass Österreich in der Aussenseiterrolle ist, bestreitet Rangnick aber nicht. «Wir müssen taktisch und was die Energie und den Mut betrifft auf höchstem Niveau agieren. Wir spielen ‹against all odds›. Trotzdem halte ich es für möglich, dass wir für eine Überraschung sorgen.»
Erstmals in seiner Geschichte gewinnt Ägypten ein Spiel an einer WM-Endrunde: Die Pharaos lassen gegen Aussenseiter Neuseeland in Gruppe G nichts anbrennen. Captain Mohamed Salah führt Ägypten mit einem Tor und einem Assist zu einem 3:1-Sieg.

Allerdings ist es auch ein Comeback-Sieg, denn Neuseeland geht in Führung: Finn Surman trifft nach einer Viertelstunde zum 1:0 – damit geht es auch in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel dreht Ägypten dann aber auf: Mustafa Ziko sorgt nach einer knappen Stunde für den Ausgleich. Zehn Minuten später bringt Salah nach Ziko-Vorarbeit die Pharaos in Führung. Und in Minute 82 trifft Trezeguet nach Salah-Assist zum 3:1-Endstand.

Die Ägypter liegen mit vier Punkten aus zwei Spielen an der Spitze der Tabelle. Sie bestreiten ihr letztes Gruppenspiel gegen den Iran. Belgien trifft zum Abschluss auf Neuseeland.
Kap Verde sorgt weiter für Furore: Gegen Uruguay holte der WM-Neuling ein 2:2 und hält damit weiter Kurs auf die K.o.-Phase. Kevin Pina hatte den Inselstaat mit einem sehenswerten Freistoss in Führung gebracht – das erste WM-Tor der Geschichte Kap Verdes.

Uruguay drehte die Partie noch vor der Pause durch Tore von Maximiliano Araujo und Augustin Canobbio. Den Ausgleich zum 2:2 besorgte in der 61. Minute Helio Varela nach einem schweren Patzer von Uruguay-Goalie Fernando Muslera.
Für Uruguay wird es nun eng: Im letzten Gruppenspiel gegen Spanien braucht das Team von Marcelo Bielsa einen Sieg, um die Sechzehntelfinals nicht zu verpassen. Kap Verde könnte mit einem Sieg gegen Saudi-Arabien sogar die direkte Qualifikation für die Sechzehntelfinals schaffen.














