FC Thun geht im Europa-League-Playoff bei Lech Poznan unter
Der FC Thun wird auswärts in Polen im Europa-League-Playoff in seine Einzelteile zerlegt: Lech Poznan schiesst den Schweizer Meister mit 7:0 ab.

Das Wichtigste in Kürze
- Der FC Thun läuft auswärts bei Lech Poznan im Europa-League-Playoff in ein 0:7-Debakel.
- In Hälfte eins präsentiert sich der Schweizer Meister in Polen vor allem defensiv inferior.
- Dass die Blamage nicht höher ausfällt, liegt daran, dass Lech nach der Pause vom Gas geht.
Ob diese sportliche Katastrophe noch Folgen hat? Der FC Thun wird im Europa-League-Playoff vom polnischen Meister Lech Poznan in seine Bestandteile zerlegt. Nach weitgehender Arbeitsverweigerung in der Defensive liegt man schon zur Pause mit 0:5 zurück. Am Ende setzt es eine 0:7-Demontage.
Es dauert keine zehn Minuten, dann jubeln die Polen ein erstes Mal. Heule lässt sich im Zweikampf von Walemark überrumpeln, der zieht anschliessend alleine aufs Tor. Er legt die Kugel präzise in die lange Ecke zum 1:0 für Poznan.

Zehn Minuten später setzen die Polen den zweiten Wirkungstreffer: Nach einem schnell ausgeführten Freistoss in der polnischen Hälfte schläft die Thuner Defensive. Sayyadmanesh wird mit einem cleveren Pass lanciert und bezwingt Steffen per Flachschuss ins lange Eck zum 2:0.
Auflösungserscheinungen beim FC Thun
Und es geht im gleichen Takt weiter: Knappe fünf Minuten später wird die Thuner Abwehr erneut mit einem langen Ball ausgehebelt. Gurgul hat auf der linken Seite alle Zeit der Welt und flankt massgenau zu Walemark. Der bezwingt Steffen im Zentrum mit einem gefühlvollen Volley zum 3:0.

Weitere fünf Minuten später klingelt es erneut: Eine einstudierte Freistossvariante fliegt über die rechte Seite ins Zentrum. Dort geht Skrzypczak völlig vergessen und schiebt die Kugel aus elf Metern souverän ins Netz. Nach einer halben Stunde liegt der FC Thun mit 0:4 zurück.
Fünfter Gegentreffer noch vor der Pause
Und obwohl Doppeltorschütze Walemark nach 36 Minuten unter Standing Ovations vom Platz geht, bessert sich die Lage nicht: Kurz vor der Pause kassiert der FC Thun den fünften Gegentreffer. Rodriguez tanzt im Sechzehner gleich mehrere Thuner schwindlig und legt zurück auf Murawski, der trocken einnetzt.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel setzt es den nächsten Nackenschlag: Keine zwei Minuten sind gespielt, da wird ein Distanzschuss des für Walemark eingewechselten Hakans noch abgefälscht. Steffen ist bereits ins falsche Eck abgetaucht – 0:6 nach 47 Minuten.
FC Thun völlig von der Rolle
Danach tun die Polen dem Schweizer Meister einen Gefallen und schalten gefühlt sechs Gänge zurück. So kommt der FC Thun immerhin noch zum vermeintlichen Ehrentreffer: Furkan Dusun trifft nach Zuspiel von Tom Strannegard durch die Beine des polnischen Torhüters zum 1:6. Doch wegen einer hauchdünnen Abseitsstellung wird der Treffer zurückgenommen.

Den Treffer gibt es auf der Gegenseite: Gumny wird schön von Berggren in Szene gesetzt und hebt die Kugel freistehend über den herausgeeilten Steffen. Zehn Minuten vor Schluss steht es 7:0 für Lech Poznan.
Aufgrund der EL-Playoffs hat der FC Thun am Wochenende in der Super League spielfrei: Die Partie gegen Servette wird verschoben. Am Donnerstag um 20 Uhr empfängt der Schweizer Meister Lech Posen zum – sportlich wohl belanglosen – Rückspiel.













