Robin Williams (†63): Kinder kämpfen gegen KI-Fakes ihres Vaters
Zwölf Jahre nach dem Tod von Hollywood-Star Robin Williams ist sein Instagram-Profil wieder aktiv. Dahinter steckt eine klare Botschaft seiner Familie.

Das Wichtigste in Kürze
- Robin Williams' Kinder haben das Instagram-Profil ihres Vaters reaktiviert.
- Sie wollen dort echte Bilder, Videos und Erinnerungen an den Schauspieler teilen.
- Vor allem Tochter Zelda kämpft seit Jahren gegen KI-Fakes ihres Vaters.
- Williams starb 2014 im Alter von 63 Jahren.
Plötzlich ist Robin Williams wieder auf Instagram aktiv. Doch hinter den neuen Beiträgen steckt natürlich nicht der verstorbene Schauspieler selbst.
Seine drei Kinder Zak (43), Zelda (37) und Cody Williams (34) haben das Profil ihres Vaters übernommen. Zwölf Jahre lang war der Account praktisch stillgelegt.
Kinder wollen Robin Williams' Erbe schützen
Der Grund für die Rückkehr ist ernst. Die Familie will verhindern, dass KI-generierte Bilder, Videos und Stimmen zunehmend das echte Vermächtnis des Hollywood-Stars überlagern.
Auf Robin Williams' offiziellem Instagram-Kanal erklären seine Kinder, sie seien dankbar, dass immer neue Generationen das Werk ihres Vaters entdeckten.
Mit der rasanten Entwicklung der Technologie wolle man nun aber einen «sicheren, vertrauenswürdigen Ort» schaffen. Dort sollen Geschichten, Fotos, Videos und Erinnerungen geteilt werden, die Williams' Vermächtnis «mit Authentizität, Herzlichkeit und Sorgfalt» widerspiegeln.
«Das ist unsere Art, sein einzigartiges Talent und seinen Humor mit der Welt zu teilen», schreiben Zak, Zelda und Cody weiter.

Der Account hat inzwischen rund 360'000 Follower. Zudem verweist die Familie dort auf offizielle Auftritte bei TikTok, Facebook und YouTube. Auf dem YouTube-Kanal werden bereits seit Jahren Ausschnitte aus Williams' Comedy-Auftritten veröffentlicht.
Tochter Zelda hat genug von KI-Videos
Vor allem Zelda Williams macht keinen Hehl daraus, was sie von künstlich erzeugten Versionen ihres Vaters hält.
Auf ihrem eigenen Instagram-Profil erklärte sie nach der Reaktivierung, echte Videos und Fotos ihres Vaters zugänglich zu machen, sei eine der besten Möglichkeiten, die die Familie bisher im Kampf gegen den «grassierenden KI-Missbrauch seiner Stimme und seines Bildes» gefunden habe.
Zelda räumt ein, dass es für Fans zunächst befremdlich sein könne, wenn der Account eines Verstorbenen plötzlich wieder Beiträge veröffentlicht.
«Ich weiss, dass es ein bisschen seltsam ist», schrieb sie. Doch die Familie versuche, etwas gegen die Fälschungen zu unternehmen. Auch wenn dies vielleicht nur «ein Tropfen auf den heissen Stein» sei.
Neu ist ihr Ärger nicht.
Schon 2023 kritisierte die Schauspielerin und Regisseurin den Einsatz von KI, um die Stimmen verstorbener Schauspieler nachzuahmen. Damals erklärte sie, bereits gehört zu haben, wie die Stimme ihres Vaters künstlich erzeugt wurde, damit sie beliebige Dinge sagen könne.
«Hört einfach auf»
Im vergangenen Jahr wurde Zelda noch deutlicher. Sie bat die Menschen öffentlich darum, ihr keine KI-Videos ihres Vaters mehr zu schicken.
«Wenn ihr auch nur einen Funken Anstand habt, hört einfach auf», schrieb sie. Solche Videos seien weder Kunst noch eine angemessene Würdigung ihres Vaters.
Besonders störe sie, wenn das Lebenswerk realer Menschen auf eine künstliche Figur reduziert werde, die ihnen lediglich ähnlich sehe und ähnlich klinge.
Sie bezeichnete solche Inhalte als «schrecklichen TikTok-Müll», bei dem Verstorbene wie Marionetten benutzt würden.
Letzter Post galt seiner Tochter
Die Rückkehr auf Instagram hat für Zelda Williams noch eine andere emotionale Komponente.
Denn der letzte Beitrag ihres Vaters vor seinem Tod galt ausgerechnet ihr.
Am 1. August 2014 veröffentlichte Robin Williams ein gemeinsames Foto mit Zelda und gratulierte ihr zum 25. Geburtstag. Sie werde für ihn immer sein kleines Mädchen bleiben, schrieb er damals.
Elf Tage später, am 11. August 2014, starb Robin Williams im Alter von 63 Jahren durch Suizid. Spätere Untersuchungen ergaben, dass der Schauspieler an Lewy-Körper-Demenz litt.
Am 21. Juli dieses Jahres wäre der «Mrs. Doubtfire»- und «Jumanji»-Star 75 Jahre alt geworden.
Brauchst du Hilfe?
Bist du selbst depressiv oder hast du Suizidgedanken? Dann kontaktiere bitte umgehend die Dargebotene Hand (www.143.ch).
Unter der kostenlosen Hotline 143 erhältst du anonym und rund um die Uhr Hilfe. Die Berater können Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen. Auch eine Kontaktaufnahme über einen Einzelchat oder anonyme Beratung via E-Mail ist möglich.
Für Kinder oder Jugendliche steht die Notrufnummer 147 zur Verfügung.
Hilfe für Suizidbetroffene: www.trauernetz.ch
















