Goldpreis

Gold und Silber steigen wegen Sorgen um US-Schulden

Melsada Zec-Zejnic
Melsada Zec-Zejnic

USA,

Gold und Silber verzeichnen im August starke Gewinne. Ein schwächerer Dollar, wachsende US-Schulden und sinkende Zinserwartungen treiben Anleger in Edelmetalle.

Goldpreis Prognose
Gold profitiert derzeit von der wachsenden Unsicherheit über die US-Staatsverschuldung. (Symbolbild) - keystone

Gold und Silber verzeichneten am Mittwoch deutliche Kursgewinne. Der Goldpreis stieg um 3,6 Prozent auf 4.487,91 Dollar je Unze, berichtet «Reuters».

Zwischenzeitlich erreichte Gold 4.499,20 Dollar und damit den höchsten Stand seit dem 4. Juni. Auslöser waren unter anderem sinkende US-Anleiherenditen und ein schwächerer Dollar.

Der Dollarindex verlor 0,8 Prozent, wodurch Gold für Käufer mit anderen Währungen günstiger wurde. Auch Silber legte kräftig zu und stieg um knapp vier Prozent auf 65,80 Dollar je Unze.

Gold und Silber legen deutlich zu

Die wachsende US-Staatsverschuldung sorgt bei Anlegern für zunehmende Unsicherheit. Mittlerweile hat die Gesamtverschuldung der USA die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten, berichtet «Euronews».

gold
Gold gilt für viele Anleger in unsicheren Zeiten als sicherer Hafen. Auch Silber verzeichnete im August deutliche Kursgewinne. (Symbolbild) - depositphotos

Gold legte im August rund elf Prozent zu und liegt seit Jahresbeginn wieder 3,6 Prozent im Plus. Silber entwickelte sich im August noch stärker und gewann in diesem Zeitraum 16,5 Prozent.

Das Edelmetall notiert inzwischen bei rund 66 Dollar je Unze, berichtet «Yahoo Finance». Seit Jahresbeginn liegt Silber trotz der jüngsten Erholung noch rund sieben Prozent im Minus.

US-Zinskurve wird immer steiler

Das US-Finanzministerium kündigte überraschend an, die Rückkäufe länger laufender Staatsanleihen auf mindestens vier Milliarden Dollar pro Transaktion zu verdoppeln. Die Massnahme soll die Marktliquidität stützen und gab auch dem Goldpreis zusätzlichen Auftrieb, meldet «Reuters».

Investierst du in Gold?

Die US-Zinskurve hat sich wegen wachsender Sorgen über die langfristige Tragfähigkeit westlicher Staatsverschuldung weiter versteilt, berichtet «BullionVault». Die Rendite 20-jähriger US-Staatsanleihen erreichte 5,28 Prozent und näherte sich damit einem Niveau wie zuletzt 2007.

Auch geopolitische Spannungen rund um Iran und die Strasse von Hormus sorgen für zusätzliche Unsicherheit, so «BullionVault». Solche Entwicklungen könnten Anleger verstärkt von Staatsanleihen zu alternativen sicheren Häfen wie Gold bewegen.

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Kommentare

User #6289 (nicht angemeldet)

Ich bin ehrlich. Unsere Schulden machen mir viel grössere Sorgen und auch die Finanzierung der AHV und anderen systemrelevanten Sozialleistungen. Auch das viele CH-Volksgold und CH-Kapital im Ausland ist in gewissen Fällen wohl nicht mehr so sicher. Hehehe. LOL.

User #2626 (nicht angemeldet)

Hoffendlich hat der Bundesrat unser Geld in die Schweiz zurück geholt.

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