Während der WM 2022 musste sich Fifa-Chef Gianni Infantino so einiges anhören. Ein ARD-Kommentator setzt der Kritik zum Turnier-Schluss das Sahnehäubchen auf.
Im ARD muss Gianni Infantino einige Kritik einstecken. - ARD
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Das Wichtigste in Kürze

  • Ein ARD-Moderator hat am Sonntag nach dem WM-Final für Überraschung gesorgt.
  • Der Journalist kritisierte bei der Siegerehrung Fifa-Chef Infantino ungewöhnlich direkt.
  • «Geld kauft eben nicht nur Stimmen sondern auch eine erfolgreiche WM», urteilte Tom Bartel

Die erste Winter-Meisterschaft des Weltfussballs ist vorbei. Für Gianni Infantino stand bereits vor dem Finale zwischen Argentinien und Frankreich fest: «Es war die beste WM aller Zeiten.» Dass er und auch das Gastgeberland der WM 2022 teils heftig kritisiert wurden, ist an dem Fifa-Chef offenbar völlig vorbeigegangen.

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Der ARD-Moderator Tom Bartels analysierte dazu am Sonntagabend bei der Siegerehrung der Argentinier recht passend: «Es ist etwas typisch für mich, dass Infantino auch bei der Siegerehrung einfach nicht aus dem Bild will. Er kann sich auf die Schulter klopfen lassen. Geld kauft eben nicht nur Stimmen sondern auch eine erfolgreiche WM.»

Es ist eine direkte Kritik des ARD-Mannes, die wohl auch viele Zuschauer überraschte. Anschliessend sprach Bartels über die WM-Atmosphäre und meinte, diese habe es «nicht zu knapp» gegeben. «Die arabische Welt hat die WM 2022 zu ihrer WM gemacht. Es war erfreulich, was Marokko hier geleistet hat, und auch Teams aus Afrika und Saudi-Arabien.»

Gianni Infantino
Gianni Infantino stellt sich bei der Siegerehrung der WM 2022 in den Mittelpunkt.
WM 2022
Ein ARD-Moderator kritisierte die Fifa und den Verbandspräsidenten in einer Abschlussrede zur WM scharf.
WM 2022
«Er kann sich auf die Schulter klopfen lassen. Geld kauft eben nicht nur Stimmen sondern auch eine erfolgreiche WM», sagte Tom Bartels während der Siegerehrung der Argentinier.

Und weiter: «Doch für uns war sicher vieles künstlich. Die Fifa mit Infantino an der Spitze hat viele Chancen vergeben. Es hätte viele Gelegenheiten gegeben, nicht nur die Fussballer in den Mittelpunkt zu stellen, sondern auch auf Missstände hinzuweisen.»

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