Norweger fordern Gianni Infantino zu Fifa-Rücktritt auf
Der Gegenwind für Gianni Infantino aus Europa wird stärker: Norwegen fordert sogar den Rücktritt. In den Fifa-Präsidenten sei «kein Vertrauen mehr da».

Das Wichtigste in Kürze
- Die europäischen Verbände stellen sich geschlossen gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino.
- Der norwegische Verband fordert ihn zum Rücktritt auf – «um einen Wandel herbeizuführen.»
- Verbandspräsidentin Lise Klaveness sagt: «Jetzt ist endgültig kein Vertrauen mehr da.»
Gianni Infantino erlebt turbulente Zeiten: Der Fifa-Präsident steht arg in der Kritik, die Uefa hat sich klar gegen ihn gestellt. Derweil bekommt Infantino Fifa-intern Rückendeckung und auch viele Verbände sprechen dem Schweizer weiter das Vertrauen aus.

Ganz anders Norwegen: Die Skandinavier fordern als erste öffentlich einen Rücktritt von Infantino. Lise Klaveness, Präsidentin des norwegischen Fussballverbands, sagt gegenüber dem «Guardian»: «Wir haben beschlossen, dass wir Infantino nicht mehr vertrauen.»
Norwegen war wegen Gianni Infantino «ständig besorgt»
Infantions Investoren-Plan brachte das Fass wohl zum Überlaufen. Der 56-Jährige wollte Anteile von Fifa-Wettbewerben an private Investoren verkaufen. Nach grosser Kritik platzte der Investoren-Deal aber.
Schon in den Jahren davor wurden Entscheidungen in Norwegen aber kritisch betrachtet. «Wir waren ständig besorgt», sagt Klaveness. «Jetzt ist endgültig kein Vertrauen mehr da.»

Die europäischen Fussballverbände haben sich geschlossen gegen Infantino gestellt. Die Rede ist sogar von einem Boykott der europäischen Nationen in Fifa-Wettbewerben.
Der norwegische Verband fordert nun ganz konkret den Rückzug von Gianni Infantino. Klaveness erklärt: «Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem aussergewöhnliche Massnahmen erforderlich sind, um einen Wandel herbeizuführen.»
















