Gianni Infantino

    Norweger fordern Gianni Infantino zu Fifa-Rücktritt auf

    Ronny Reisch
    Ronny Reisch

    Nyon,

    Der Gegenwind für Gianni Infantino aus Europa wird stärker: Norwegen fordert sogar den Rücktritt. In den Fifa-Präsidenten sei «kein Vertrauen mehr da».

    Gianni Infantino
    Gianni Infantino hat sich in seiner Amtszeit als Fifa-Präsident nicht nur Freunde gemacht. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die europäischen Verbände stellen sich geschlossen gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino.
    • Der norwegische Verband fordert ihn zum Rücktritt auf – «um einen Wandel herbeizuführen.»
    • Verbandspräsidentin Lise Klaveness sagt: «Jetzt ist endgültig kein Vertrauen mehr da.»

    Gianni Infantino erlebt turbulente Zeiten: Der Fifa-Präsident steht arg in der Kritik, die Uefa hat sich klar gegen ihn gestellt. Derweil bekommt Infantino Fifa-intern Rückendeckung und auch viele Verbände sprechen dem Schweizer weiter das Vertrauen aus.

    Gianni Infantino
    Auch Infantinos enges Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump wurde während der WM 2026 von vielen kritisch betrachtet. - Keystone

    Ganz anders Norwegen: Die Skandinavier fordern als erste öffentlich einen Rücktritt von Infantino. Lise Klaveness, Präsidentin des norwegischen Fussballverbands, sagt gegenüber dem «Guardian»: «Wir haben beschlossen, dass wir Infantino nicht mehr vertrauen.»

    Norwegen war wegen Gianni Infantino «ständig besorgt»

    Infantions Investoren-Plan brachte das Fass wohl zum Überlaufen. Der 56-Jährige wollte Anteile von Fifa-Wettbewerben an private Investoren verkaufen. Nach grosser Kritik platzte der Investoren-Deal aber.

    Schon in den Jahren davor wurden Entscheidungen in Norwegen aber kritisch betrachtet. «Wir waren ständig besorgt», sagt Klaveness. «Jetzt ist endgültig kein Vertrauen mehr da.»

    Gianni Infantino
    Gianni Infantino bei einem WM-Spiel der Norweger. Deren Verbandspräsidentin Lise Klaveness steht nur knapp daneben (Mitte, zweite Person von rechts). - Keystone

    Die europäischen Fussballverbände haben sich geschlossen gegen Infantino gestellt. Die Rede ist sogar von einem Boykott der europäischen Nationen in Fifa-Wettbewerben.

    Soll Infantino als Fifa-Präsident zurücktreten?

    Der norwegische Verband fordert nun ganz konkret den Rückzug von Gianni Infantino. Klaveness erklärt: «Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem aussergewöhnliche Massnahmen erforderlich sind, um einen Wandel herbeizuführen.»

    Kommentare

    User #4873 (nicht angemeldet)

    Der gehört ins Gefängnis und sonst niergends anderswo hin. Aber wenn ihr eine saubere FIFA wollt müssen alle weg. Ohne radikale Säuberung in der FIFA geht das korrupte Theater weiter und wird den Fussball zerstören. Es darf auch niemehr eine WM in einem Land wo die Todesstrafe hat gespielt werden. Russland und diese WM waren genug.

    User #5076 (nicht angemeldet)

    Jetzt fängt der schon wieder mit Versprechungen an. Dabei hat er noch soviele Schulden. Was hat er denn für ein verwirrendes Gewurstel?

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