Gianni Infantino

Gianni Infantino: NGO will seine Wiederwahl verhindern

Matthias Neuhaus
Matthias Neuhaus

Nyon,

Darf Gianni Infantino 2027 gar nicht als Fifa-Präsident wiedergewählt werden? Eine Menschenrechtsorganisation setzt sich für die Absetzung des Schweizers ein.

Gianni Infantino
Gianni Infantino möchte gerne Fifa-Präsident bleiben. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Menschenrechtsorganisation setzt sich gegen die Wiederwahl von Gianni Infantino ein.
  • Laut Fifa-Statuten dürfe der Schweizer gar keine weitere Amtszeit antreten.
  • Die NGO hat beim Weltverband eine Beschwerde eingereicht.

Die Kritik an Gianni Infantino nimmt nicht ab. Nun meldet sich eine Menschenrechtsorganisation zu Wort. Die NGO «FairSquare» will die Wiederwahl des umstrittenen Fifa-Präsidenten verhindern.

Schafft Infantino trotz Gegenwind die Wiederwahl?

Die gemeinnützige Organisation habe sich deshalb am Donnerstag mit einem Brief an drei Mitglieder des Governance-Komitees der Fifa gewendet. Das berichtet «The Athletic».

«Verstoss gegen Amtszeitbegrenzung»

Darin habe man den Weltverband darauf aufmerksam gemacht, dass Infantino gar nicht wiedergewählt werden dürfe. Die Statuten der Fifa würden eine Wiederwahl nicht zulassen, heisst es.

Gianni Infantino
Gianni Infantino sieht sich zahlreicher Kritik konfrontiert. - keystone

Demnach dürfe ein Präsident maximal drei Amtszeiten absolvieren. Infantino befinde sich aber bereits in seiner dritten Amtszeit, behauptet die Menschenrechtsorganisation. Es liege ein «eindeutiger Verstoss gegen Amtszeitbegrenzung» vorliegen.

Schweizer von zweimal wiedergewählt

Gianni Infantino ist seit 2016 an der Spitze der Fifa. Tatsächlich wurde er bereits zweimal wiedergewählt.

Allerdings teilte der Weltverband 2022 mit, dass der Zeitraum von 2016 bis 2019 nicht unter die Amtszeit von Infantino falle. Grund: Es sei eine Fortsetzung der unterbrochenen Amtsperiode von Infantinos Vorgänger Sepp Blatter gewesen.

Dieser Umstand ist «FairSquare» ein Dorn im Auge. Die NGO argumentiert, dass die Fifa damals nie eine rechtliche Grundlage für ihren Beschluss kommuniziert habe.

Gianni Infantino
Gianni Infantino hat sich in seiner Amtszeit als Fifa-Präsident nicht nur Freunde gemacht. - Keystone

Man habe den Verband aufgefordert, «die eigenen Regeln durchzusetzen und Infantino von einer erneuten Kandidatur auszuschliessen». Das teilt die Organisation am Montag mit.

Gianni Infantino will bis 2031 Präsident bleiben

Die Handhabung der Thematik sei ein weiteres Beispiel, dass Infantino die Fifa «eher wie eine Diktatur als eine Demokratie» führe.

Aktuell sieht es danach aus, dass sich der 56-Jährige im März 2027 ein weiteres Mal zur Wahl aufstellen lassen darf. Bisher ist er der einzige Kandidat. Eine weitere Amtszeit würde ihm den Job als Präsident bis 2031 sichern.

Kommentare

User #2835 (nicht angemeldet)

Hunde die bellen beissen nicht. Wenn es dann ums Eingemachte geht zahlt die FIFA diesen Verbänden zig Millionen und schon sind alle wieder still und zufrieden.

User #4556 (nicht angemeldet)

Diese verhängnisvolle Idee muss Infantino vermutlich sein Busenfreund Trump in den Kopf gesetzt haben, dass er tun und lassen könne wie es ihm beliebt.

Weiterlesen

Gianni Infantino
316 Interaktionen
Fifa-Krise
Gianni Infantino
144 Interaktionen
Uefa-Affäre
gianni infantino donald trump
49 Interaktionen
In höchster Not

MEHR IN SPORT

Audrey Werro
Sieg in Brüssel!
YB Lauper
13 Interaktionen
3:3 gegen Luzern
Samuel Giger Kilchberger
76 Interaktionen
Zweiter Triumph!
1 Interaktionen
Kilchberg ZH

MEHR GIANNI INFANTINO

Fifa Infantino
16 Interaktionen
«Schmutzkampagne»
Fifa Uefa
13 Interaktionen
Laut Bericht
s
13 Interaktionen
Trotz Fifa-Kritik
de
316 Interaktionen
Fifa-Zoff

MEHR AUS NYON

Autobahn
Autobahn A1
de
316 Interaktionen
Fifa-Knall
Roberto Rosetti Uefa
«Zu Ursprung des VAR»
de
316 Interaktionen
Offener Brief