Gianni Infantino: NGO will seine Wiederwahl verhindern
Darf Gianni Infantino 2027 gar nicht als Fifa-Präsident wiedergewählt werden? Eine Menschenrechtsorganisation setzt sich für die Absetzung des Schweizers ein.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine Menschenrechtsorganisation setzt sich gegen die Wiederwahl von Gianni Infantino ein.
- Laut Fifa-Statuten dürfe der Schweizer gar keine weitere Amtszeit antreten.
- Die NGO hat beim Weltverband eine Beschwerde eingereicht.
Die Kritik an Gianni Infantino nimmt nicht ab. Nun meldet sich eine Menschenrechtsorganisation zu Wort. Die NGO «FairSquare» will die Wiederwahl des umstrittenen Fifa-Präsidenten verhindern.
Die gemeinnützige Organisation habe sich deshalb am Donnerstag mit einem Brief an drei Mitglieder des Governance-Komitees der Fifa gewendet. Das berichtet «The Athletic».
«Verstoss gegen Amtszeitbegrenzung»
Darin habe man den Weltverband darauf aufmerksam gemacht, dass Infantino gar nicht wiedergewählt werden dürfe. Die Statuten der Fifa würden eine Wiederwahl nicht zulassen, heisst es.

Demnach dürfe ein Präsident maximal drei Amtszeiten absolvieren. Infantino befinde sich aber bereits in seiner dritten Amtszeit, behauptet die Menschenrechtsorganisation. Es liege ein «eindeutiger Verstoss gegen Amtszeitbegrenzung» vorliegen.
Schweizer von zweimal wiedergewählt
Gianni Infantino ist seit 2016 an der Spitze der Fifa. Tatsächlich wurde er bereits zweimal wiedergewählt.
Allerdings teilte der Weltverband 2022 mit, dass der Zeitraum von 2016 bis 2019 nicht unter die Amtszeit von Infantino falle. Grund: Es sei eine Fortsetzung der unterbrochenen Amtsperiode von Infantinos Vorgänger Sepp Blatter gewesen.
Dieser Umstand ist «FairSquare» ein Dorn im Auge. Die NGO argumentiert, dass die Fifa damals nie eine rechtliche Grundlage für ihren Beschluss kommuniziert habe.

Man habe den Verband aufgefordert, «die eigenen Regeln durchzusetzen und Infantino von einer erneuten Kandidatur auszuschliessen». Das teilt die Organisation am Montag mit.
Gianni Infantino will bis 2031 Präsident bleiben
Die Handhabung der Thematik sei ein weiteres Beispiel, dass Infantino die Fifa «eher wie eine Diktatur als eine Demokratie» führe.
Aktuell sieht es danach aus, dass sich der 56-Jährige im März 2027 ein weiteres Mal zur Wahl aufstellen lassen darf. Bisher ist er der einzige Kandidat. Eine weitere Amtszeit würde ihm den Job als Präsident bis 2031 sichern.
















