Gianni Infantino

    Gianni Infantino: Neue Beschwerde bei Fifa-Ethikkommission

    Pascal Moser
    Pascal Moser

    Zürich,

    Gegen Fifa-Boss Gianni Infantino ist eine neuerliche Beschwerde bei der Fifa-Ethikkommission eingegangen. Es geht um seine Nähe zu US-Präsident Donald Trump.

    Gianni Infantino
    Donald Trump und Gianni Infantino pflegen eine enge Beziehung. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Gianni Infantino und Donald Trump haben eine enge Verbindung.
    • Genau diese könnte dem Walisser zum Verhängnis werden.
    • Bei der Fifa-Ethikkommission ging erneut eine Beschwerde ein.

    Spätestens seit der WM 2026 ist jedem klar: Gianni Infantino und Donald Trump sind enge Vertraute. Gemeinsam überreichen der Fifa-Boss und der US-Präsident Spanien den WM-Pokal.

    Seine Beziehung zu Trump könnte Infantino nun zum Verhängnis werden. Die Nichtregierungsorganisation «FairSquare» hat eine neue Beschwerde bei der Ethikkommission des Fussball-Weltverbands eingereicht.

    «Eklatanter Missbrauch»

    Dabei geht es um einen mehrfachen Verstoss des Schweizers gegen den Fifa-Ethikkodex.

    Sollte Gianni Infantino als Fifa-Präsident aufhören?

    Im Schreiben heisst es konkret: «Das Verhalten von Herrn Infantino gegenüber Präsident Trump stellt einen schwerwiegenden Verstoss gegen seine Pflicht zur politischen Neutralität sowie einen eklatanten Missbrauch der präsidialen Befugnisse dar.»

    Als eine von mehreren Begründungen nennt «FairSquare» die Vergabe des Fifa-Friedenspreises an Trump im Rahmen der WM-Auslosung.

    Gianni Infantino
    Gianni Infantino überreichte Donald Trump vergangenes Jahr den Fifa-Friedenspreis. - keystone

    Die eingereichte Beschwerde behandelt zudem die auf Bewährung ausgesetzte Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun. Dieser durfte im WM-Achtelfinal auflaufen – trotz einer Roten Karte im Spiel zuvor.

    Es wurde der Eindruck erweckt, die Entscheidung sei nach einem Anruf Trumps bei Infantino gefallen.

    Bleibt Gianni Infantino Fifa-Präsident?

    Immer wieder Thema in den letzten Wochen war auch der abgesagte Investorendeal. Dazu heisst es in der Beschwerde, Infantino «schadete den Interessen der Fifa, der Konföderationen und der Mitgliedsverbände.»

    Trotz aller Kritik und Gegenwind plant Gianni Infantino, sich im März 2027 zur Wiederwahl zu stellen. Weil er von einigen kleinen Nationen Zuspruch erhält, scheint dieses Vorhaben nicht unrealistisch.

    Kommentare

    User #6411 (nicht angemeldet)

    Bei der Ethikkommission sind lauter Infantino-Boys vertreten. Nützt also nix

    User #1801 (nicht angemeldet)

    Ist fraglich ob ein Nachfolger weniger korrupt wäre ?

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