Gianni Infantino unter Druck: Heute Krisensitzung in Marokko!
Der umstrittene Fifa-Präsident Gianni Infantino schart seine Unterstützer um sich: Am Mittwoch findet ein Krisen-Gipfel in Marokko statt.

Das Wichtigste in Kürze
- Gianni Infantino plant für Mittwoch eine Fifa-Krisensitzung in Marokko.
- In der Hauptstadt Rabat will der Fifa-Präsident seine Top-Funktionäre beruhigen.
- Intern wächst der Druck auf den 56-jährigen Walliser aber weiter.
Der Druck auf den zunehmend umstrittenen Fifa-Präsidenten Gianni Infantino steigt weiter. Nun reagiert der 56-Jährige – und schart seine Unterstützer um sich: Für Mittwoch hat der Walliser in der marokkanischen Hauptstadt Rabat eine Krisensitzung einberufen.
Gemäss der «Times» und «Sky» sind zu dem Krisen-Gipfel hochrangige Fifa-Mitarbeiter eingeladen. Ein genaues Programm für die Sitzung ist nicht bekannt. Gemäss «Times» will Gianni Infantino versuchen, die Wogen mit einflussreichen Fifa-Funktionären zu glätten.

Auch der Standort für das Treffen in Marokko ist bedeutsam: In Rabat findet im März 2027 der Fifa-Kongress statt, bei dem sich Infantino zur Wiederwahl als Präsident stellt. Zudem geniesst der 56-Jährige bei der afrikanischen Konföderation CAF weiter grossen Rückhalt.
Gianni Infantino will Funktionäre beruhigen
Unter den Anwesenden dürften auch Funktionäre sein, die von Infantinos blamabel gescheitertem WM-Verkauf überrumpelt worden waren. Nach dem Bekanntwerden der Privatisierungs-Pläne hatten mehrere Top-Fifa-Beamte scharfe Kritik geäussert.

Darunter war zuletzt auch Arsène Wenger – bei der Fifa als Direktor für die globale Entwicklung tätig. Die Trainer-Legende hatte nichts vom höchst umstrittenen Investoren-Deal gewusst. «Ich war an diesem Plan nicht beteiligt», stellte Wenger am Dienstag klar.
Fifa-Generalsekretär geht auf Distanz
Auch Fifa-Generalsekretär Mattias Grafström distanzierte sich gemäss «Associated Press» von Infantinos Machenschaften. In einer E-Mail an sämtliche Fifa-Mitarbeiter nannte er den Vorstoss des Fifa-Präsidenten «eine traurige und verwerfliche Abfolge von Ereignissen».

Grafström gilt als möglicher Gegner von Gianni Infantino bei der Präsidentschaftswahl 2027. Der Schwede geniesst dem Vernehmen nach grossen Rückhalt bei den europäischen Verbänden. Auch Norwegens Verbandschefin Lise Klaveness soll gute Chancen haben.
















