Nach mehreren Corona-Fällen hat die lokale Gesundheitsbehörde dem italienischen Fussball-Club US Salernitana die Reise zum Serie-A-Spiel bei Udinese Calcio untersagt.
US Salernitana
US Salernitana, dem derzeitigen Club von Franck Ribéry, soll mit dem Verkauf das Aus erspart bleiben. Foto: Alessandro Garofalo/LaPresse via ZUMA Press/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Protokoll der Serie A sieht bei zwei oder drei Corona-Fällen keine automatische Absage des Spiels vor.

Die Gastgeber dürfen nun darauf hoffen, drei Punkte am Grünen Tisch zu erhalten, denn das Spiel wurde von der Liga nicht abgesetzt.

Das Protokoll der Serie A sieht bei zwei oder drei Corona-Fällen keine automatische Absage des Spiels vor. Udine erschien entsprechend zum Spiel. Nachdem Salernitana, der Verein des früheren Bayern-Star Franck Ribéry, 45 Minuten nach dem ursprünglichen Anpfiff nicht erschien, wurde die Partie abgesagt.

Einen ähnlichen Vorfall hatte es in der Vorsaison gegeben, als der SSC Neapel nicht zum Spiel bei Juventus Turin reisen durfte. Das Spiel wurde zunächst mit 3:0 für Juventus gewertet. Nach einem Einspruch von Neapel wurde das Spiel aber neu angesetzt.

US Salernitana hat aber noch weitere Sorgen. Dem Club droht der Liga-Ausschluss. Der Verein hat nur noch zehn Tage, um einen Käufer zu finden und den Ausschluss aus der Serie A während der Saison abzuwenden. Sollte bis zum 31. Dezember ein Angebot für den Club eingehen, das die nötigen Vorgaben erfülle, würde für den Kauf eine weitere Frist von 45 Tagen gewährt, erklärte ein Liga-Sprecher.

Der Liga-Neuling war in der vergangenen Saison aufgestiegen, hatte dadurch aber ein Problem: Damals war der Präsident von Lazio Rom, Claudio Lotito, Mitbesitzer von Salernitana. Es waren also zwei Clubs in einer Liga, bei denen eine Person in leitender Funktion stand und das verstiess gegen das Reglement der FIGC. Der Club wurde daraufhin treuhänderisch verwaltet, um bis Jahresende einen Käufer zu finden.

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