Regierungsrats-Kandidat Philippe Müller (FDP) im Interview
Seit acht Jahren ist Philippe Müller Sicherheitsdirektor und will weiterhin die Sicherheit der Bevölkerung verbessern.

Das Wichtigste in Kürze
- Philippe Müller (FDP) kandidiert auf dem bürgerlichen 5er-Ticket für den Regierungsrat.
- Sicherheit sei ein absolutes Grundbedürfnis, betont der amtierende Sicherheitsdirektor.
- Er warnt vor Fake News, «leider auch von Medien bei uns».
Am 29. März wählt die Stimmbevölkerung des Kantons Bern ein neues Parlament und eine neue Regierung. Für die sieben Sitze im Regierungsrat kandidieren 16 Personen, davon vier Bisherige.
Zu diesen erneut Kandidierenden zählt FDPler Philippe Müller. Er ist bereits seit 2018 im Regierungsrat und dort für die Sicherheitsdirektion zuständig. Auf dem bürgerlichen 5er-Ticket kandidiert er nun für eine dritte Amtszeit.
In den Nullerjahren war Müller Mitglied im Stadtrat, danach im Grossen Rat. Im Interview mit dem BärnerBär sagt er, warum man ausgerechnet ihn wählen sollte. Und was der Unterschied der linken und bürgerlichen Parteien ist im Umgang mit «ihren» Regierungsräten.

BärnerBär: Der Kanton Bern zählt über 700'000 Stimmberechtigte, die sich als Kandidierende aufstellen lassen könnten. Warum sollten diese ausgerechnet Sie in den Regierungsrat wählen?
Philippe Müller: Zusammen mit meinen Mitarbeitenden sorge ich für die Sicherheit der Bevölkerung. Sicherheit ist ein absolutes Grundbedürfnis der Einwohnerinnen und Einwohner.
Und ich rede und politisiere klar und verständlich und rede nicht um den heissen Brei herum.
BärnerBär: Welchen der Kandidierenden müssen Sie unbedingt schlagen, um eine Chance zu haben?
Müller: Ich will gewählt werden, egal ob ich jemanden schlage oder nicht schlage.

BärnerBär: Wir erleben gerade unruhige Zeiten, viele sprechen gar von einer «neuen Ära». Hat die Bevölkerung noch genug Vertrauen in die Politik?
Müller: Es sind insgesamt schon tatsächlich viele Bedrohungen vorhanden. Eine davon ist Fake News (Falschinformationen), leider auch von Medien bei uns. Das erschwert die Vertrauensbildung.
BärnerBär: Auf welche (politische) Leistung in Ihrer Karriere sind Sie besonders stolz?
Müller: Wir verbessern die Sicherheit der Bevölkerung – genau zum richtigen Zeitpunkt. Das ist sinnvoll und wichtig und dient allen.

BärnerBär: Über welche Herausforderung für den Kanton Bern hat man bis jetzt viel zu wenig geredet?
Müller: Wir haben viel zu viele und vor allem viel zu komplizierte Verfahren, in verschiedenen Bereichen (Verwaltung, Asyl, Bau, Kriminalität, etc.). Das ist deutlich zu vereinfachen.
BärnerBär: Was würde im Kanton Bern anders, wenn es der bürgerlichen Allianz gelingt, einen fünften Sitz zu ergattern?
Müller: Es würde die Politik im Kanton Bern verbessern. Eine Direktion mehr wäre bürgerlich geprägt, statt rot-grün.
BärnerBär: Was für konkrete Auswirkung hätte es, wenn die SP den Jurasitz gewinnt und es wieder eine linke Mehrheit gäbe im Regierungsrat?
Müller: Die rot-grünen Regierungsmitglieder kämen von ihren Parteien unter Druck, wenn einmal ein Regierungsentscheid «falsch» herauskommt. Umgekehrt ist das nicht der Fall.

BärnerBär: Wie gehen Sie mit Entscheiden um, die Sie persönlich für falsch halten, aber wegen der Konkordanz mittragen müssen?
Müller: Ich trage sie mit.
BärnerBär: Woran würden Sie am Ende Ihrer Amtszeit messen, ob Sie erfolgreich waren?
Müller: Ob ich Wirkung erzielt habe. Ob ich meine Ideen umsetzen («durchbringen») konnte.
Regierungsratswahl im Kanton Bern am 29. März 2026
Der BärnerBär stellt die Kandidierenden vor, die gerne einen der sieben Sitze im Regierungsrat erobern möchten. Bisher erschienen sind:
Daniel Bichsel (SVP/neu)
Hervé Gullotti (SP/neu)
Astrid Bärtschi (Mitte/bisher)
Barbara Stotzer-Wyss (EVP/neu)
Aline Trede (Grüne/neu)
Madeleine Amstutz (parteilos/neu)
Melanie Hartmann (Piraten/neu)








