Was Faszien sind und wie FAMO Fascia Movement dich geschmeidig macht

Bartlome Health
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Bern,

Faszien-Expertin Beatrice Eggimann und Sportwissenschaftler Alain Bartlome erklären, warum Faszien wichtig für Beweglichkeit, Schmerzfreiheit und Leistung sind.

Die Expertin mit dem «Tensegrity-Modell» im Hintergrund, was beschreibt, wie anatomische Strukturen durch Faszien zusammenhängen
Die Expertin mit dem «Tensegrity-Modell» im Hintergrund, was beschreibt, wie anatomische Strukturen durch Faszien zusammenhängen - zVg

Das Wichtigste in Kürze

  • Faszien verbinden und strukturieren den Körper, übertragen Kräfte und steuern Bewegung.
  • Verklebte oder trockene Faszien führen zu Schmerzen, Einschränkungen und Leistungsabfall.
  • FAMO aktiviert das fasziale Netzwerk durch ganzheitliche, bewusste Bewegung.
  • THL vereint Faszientraining, Pilates, Krafttraining und vieles mehr. (www.thl-swiss.ch)

Steifer Nacken. Verspannter Rücken. Eingeschränkte Beweglichkeit trotz regelmässigem Stretching. Viele Menschen kennen diese Probleme und ahnen nicht, dass Faszien dabei eine zentrale Rolle spielen können.

«Faszien verbinden Körper, Wahrnehmung, Emotionen und Bewegung», sagt Bea Eggimann, Inhaberin Pilates Bern, Pilates-Trainerin und FAMO Fascia Movement Expertin. «Sie sind zentral für Beweglichkeit, Kraftübertragung, Schmerzfreiheit und Performance und zeigen, wie anpassungsfähig der menschliche Körper organisiert ist.» fügt sie hinzu.

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Bea Eggimann beschreibt das Tensegrity Model - zVg

Bea Eggimann beschreibt anhand des «Tensegrity»- Modells, was Faszien sind und was sie für den Körper bedeuten. Das Wort wird durch «tension» (Spanung) und «integrity» (Stabilität) gebildet, was so viel wie Zugsspannung bedeutet.

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Die Expertin weiter: «Faszien leiten und verteilen Kräfte im myofaszialen Netzwerk, speichern und geben Energie zurück, stehen über zahlreiche Rezeptoren in ständigem Austausch mit dem Nervensystem und beeinflussen Regulationsprozesse im Körper.»

Warum Faszien verkleben

Das Problem: Faszien können dehydrieren, verkleben und ihre Gleitfähigkeit, Elastizität und Spannkraft verlieren. «Das passiert durch einseitige Bewegungen, langes Sitzen, mangelnde Bewegungsvielfalt oder nach Verletzungen», erklärt Bea Eggimann.

Die Folge: «Verklebte» Faszien schränken die Bewegung ein, übertragen Kraft weniger effizient und können Beschwerden verursachen – oft an Stellen, die nicht die Ursache sind», sagt die Expertin. Ein klassisches Beispiel sind Rückenschmerzen, deren Ursprung beispielsweise von verklebten Faszien im Unterkörper oder weiter entfernten faszialen Verbindungen liegen können.

Die Faszienexpertin mit einer dynamischen stabilisierenden Übung
Die Faszienexpertin mit einer dynamischen stabilisierenden Übung - zVg

Studien zeigen: Faszien können Schmerzsignale ans Gehirn senden – unabhängig von Muskeln oder Gelenken. «Viele chronische Schmerzen können ihren Ursprung im faszialen Gewebe haben», erklärt Bea Eggimann weiter.

«Je nachdem, ob Training muskel- oder faszienfokussiert gestaltet ist, setzen wir unterschiedliche Reize», erklärt Bea Eggimann. «Faszien profitieren besonders von Bewegungsvielfalt. Dynamische, federnde und multidirektionale Bewegungen unterstützen ihre Gleitfähikgeit, Elastizität und Anpassungsfähigkeit.»

«Monotone Bewegungen machen sie steif. Vielfalt macht sie elastisch. Genau hier kommt FAMO Fascia Movement ins Spiel.»

Was ist FAMO Fascia Movement?

«FAMO ist ein ganzheitlicher Ansatz, der das fasziale Netzwerk in den Mittelpunkt stellt», erklärt Bea Eggimann. «Bewegung, die das Leben bereichert – genau aus dieser Haltung heraus wurde FAMO von Karin Gurtner im Rahmen von art of motion entwickelt.»

FAMO arbeitet mit unterschiedlichen Bewegungsqualitäten, die das fasziale Gewebe vielseitig ansprechen. Dazu gehören dynamische, federnde und multidirektionale Bewegungen, bewusste Dehnungen mit Mikrobewegungen, sanfte Selbstmassagen sowie Körperwahrnehmung. Ziel ist es, Elastizität, Gleitfähigkeit, Spannkraft und Anpassungsfähigkeit zu fördern, nicht isoliert, sondern im ganzen Körper vernetzt.

«Das Besondere: FAMO Fascia Movement unterstützt die Fähigkeit des Körpers, flexibel zu reagieren und sich zu organisieren, dies körperlich sowie auch mental und emotional», sagt Bea Eggimann. «Genau darin liegt die resiliente Wirkung.»

Für wen ist FAMO?

«Für alle», sagen der Trainings-/Sportwissenschaftler Alain Bartlome und Bea Eggimann zeitgleich. «Egal ob du Sportler bist, im Büro sitzt oder dir im Alltag mehr Bewegungsfreiheit wünschst – Faszientraining ist relevant.» Besonders profitieren: Menschen mit chronischen Rückenschmerzen, Sportler (Verletzungsprävention, Performance), Büroangestellte (Ausgleich für langes Sitzen), Ältere Menschen (Beweglichkeit erhalten) und alle, die trotz Training steif bleiben.

«FAMO ergänzt Krafttraining ist ideal», erklärt Bea Eggimann. «Es unterstützt, dass dein Gewebe nicht nur stark, sondern auch elastisch und anpassungsfähig bleibt.» Die Kombination aus Kraft und Bewegungsvielfalt schafft langfristige Belastbarkeit, stark, beweglich und anpassungsfähig zugleich, so die Expertin.

Bea Eggimann mit Alain beim 1 to 1 Faszientraining
Bea Eggimann mit Alain beim 1 to 1 Faszientraining - zVg

Faszientraining für Sportler

«In der modernen Sportwissenschaft gewinnt Faszientraining an Bedeutung», sagt Alain Bartlome, der sich im Bereich Faszien im Athletiktraining spezialisiert weiterbildet. Die neue Studienlage zeigt: Fasziales Training verbessert nicht nur Beweglichkeit, sondern auch Kraftübertragung, Reaktionsfähigkeit und vor allem Verletzungsprävention. Die Forschung verdeutlicht, dass moderne Athletiktrainer sich mit dem Thema Faszien und Performance auseinandersetzen sollten.

Beispielsweis treten bei typischen Sportverletzungen wie «Muskelfaserrissen» die spezifischen Rupturen selten innerhalb der roten Muskelfasern selbst auf, sondern vielmehr in den weissen kollagenhaltigen Anteilen der Muskelstruktur, also in den myofaszialen Verbindungen (Faszien, Sehnen, Aponeurosen). Modernes Krafttraining für Sportler sollte sich deshalb nicht nur um Verbesserung muskulärer Kraft drehen, sondern unbedingt auch auf Training faszialer Verbindungen eingehen. Faszientraining ist sozusagen der ‹missing link› im Training.»

Besonders im Warm-up spielt Faszientraining eine zentrale Rolle. «Dynamische, federnde Bewegungen aktivieren das fasziale Netzwerk und bereiten es optimal auf explosive Belastungen vor», erklärt der Trainings- und Sportwissenschaftler.

«Deshalb habe ich Faszientraining systematisch in EXAP integriert – unser 12-Wochen-Programm für Athleten, welches ab März verfügbar sein wird», sagt Alain Bartlome. «Entwickelt mit Unterstützung von Bea Eggimann als Faszien-Expertin, kombiniert EXAP Athletiktraining für mehr Explosivität mit gezieltem faszialen Training.»

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Symbolbild THL Logo
THL – Training and Health Lab. - zVg

Über den Autoren

Alain Bartlome ist Inhaber der BARTLOME health GmbH, verfügt über einen Masterabschluss in Trainings-/Sportwissenschaften, ist zertifizierter Strength & Conditioning Specialist (CSCS®, by NSCA USA), Konditionstrainer Swiss Olympic und diplomierter Ernährungsberater. Aktuell befindet sich zudem seine Forschungsarbeit über Hüft-Beweglichkeit und Sprintleistung im Spitzensport (Eishockey) im internationalen Publikationsprozess.

Als ehemaliger Profieishockeyspieler und Personal Trainer in Bern trainiert er mit seinem Team in seinem eigenen privaten Gym Profisportler und ambitionierte Freizeitsportler, führt Ernährungsberatungen durch und entwickelt evidenzbasierte Online-Trainingsprogramme.

Über die Autorin

Beatrice Eggimann ist zertifizierte Trainerin, Lehrerin und Ausbildnerin für Pilates (Matte, Reformer und Studio) und FAMO Fascia Movement nach art of motion. Seit über 25 Jahren begleitet sie Menschen in Bewegung mit gleichermassen Beruf und Berufung.

Als Gründerin und Inhaberin von Pilates Bern seit 2004 sowie als international tätige Dozentin und Ausbilderin verbindet sie fundiertes anatomisches Wissen mit einem zeitgenössischen, ganzheitlichen Ansatz. Sie ist Entwicklerin der Pre- und Postnatal Trainer Ausbildung und begleitet Frauen seit vielen Jahren kompetent und achtsam durch Schwangerschaft und Rückbildung.

Bea Eggimann verfügt über internationale Weiterbildungen unter anderem in Fascial Stretch Therapy, Pre- und Postnatal Training sowie Medical Stretching. In ihrer Arbeit verbindet sie Bewegung, Wahrnehmung und innere Organisation mit dem Ziel, Menschen zu mehr Bewegungsqualität, Körpervertrauen und Präsenz im Alltag zu begleiten, in ihrem Studio und weltweit, in Reterats, an Kongressen, Schulungen oder online.

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