Berner GLP-Regierungskandidat Vögeli für Lösungen statt Lagerdenken
Als GLP-Kandidat für den Berner Regierungsrat will Tobias Vögeli für «Lösungen statt Lagerdenken» stehen. Als einzige Zentrumspartei brauche es die GLP, um die Blöcke links und rechts der politischen Mitte zu verbinden, erklärte die Parteispitze am Dienstag vor den Medien.

In Zeiten zunehmender Polarisierung brauche es eine starke Partei im politischen Zentrum, so Parteipräsident Casimir von Arx vor den Medien. Die GLP sei «auf beide Seiten anschlussfähig». So habe die Partei in der vergangenen Legislaturperiode bei der Finanzpolitik eher rechts, in der Umweltpolitik eher links mitgezogen.
Anschlussfähig sei vor allem auch GLP-Regierungsratskandidat Tobias Vögeli. Die Frage sei nicht, ob die Regierung linker oder rechter werde, sondern, ob man im Blockdenken verharre.
Als Regierungsrat möchte Vögeli Bern zu einem innovativen Wirtschaftsstandort machen, sich für gute Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen einsetzen und den Kanton mit Hochwasserschutz und Hitzeminderung für den Klimawandel fit machen.
Einen Angriff auf einen der Sitze des linken oder rechten Lagers sei nicht nötig, sagte Vögeli. In seinen Augen ist «das Feld offen». Welches Ticket – das linke oder das bürgerliche – bei den kommenden Wahlen schlechter abschneiden werde, dazu wollte er keine Prognose abgeben.
«Wo der Sitz schlussendlich fällt, kann man nicht sagen,» so Vögeli. Eine Meinung, die Fraktionschefin Marianne Schild teilt: «Für irgendwen wird die Rechnung nicht aufgehen.»
Einen Wachstumsschub, wie ihn die Partei bei den Wahlen 2022 hatte feiern können, lasse die «aktuelle politische Grosswetterlage» wahrscheinlich nicht zu, so von Arx' Einschätzung. «Konkretes Potenzial» einen Sitz dazuzugewinnen, sieht von Arx im Wahlkreis Bern, wo sich die GLP und die EVP ein Rennen liefern.
Für die Wahlen vom 29. März 2026 hatte die GLP kein Mitte-Bündnis aufbauen können, so Fraktionschefin Schild. Sollte die Rechnung in diesem Jahr nicht aufgehen, hofft die GLP, dass sich daraus neue Mehrheiten und Bündnisse ergeben – «spätestens in vier Jahren dann.»










