Zürcher GLP-Nationalrätin Schaffner zur Klimafonds-Initiative

Barbara Schaffner
Barbara Schaffner

Regensdorf,

GLP-Nationalrätin Barbara Schaffner spricht im Gastbeitrag zu den bevorstehenden Abstimmungen zur Klimafonds-Initiative. Diese stehe für Mut zur Gestaltung.

Barbara Schaffner GLP Zürich
Barbara Schaffner ist Nationalrätin für die GLP Zürich. - zVg

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 8. Mäz 2026 stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die Klimafonds-Initiative ab.
  • Barbara Schaffner, GLP, befürwortet den Klimafonds als «Zukunftsprojekt für die Schweiz».
  • Klimaschutz sei nicht nur ökologisch geboten, sondern auch ökonomisch sinnvoll.

Der Klimafonds ist ein Zukunftsprojekt für die Schweiz. Weltweit wächst die Nachfrage nach klimafreundlichen Technologien rasant. Wer heute in Innovation investiert, sichert sich morgen Wettbewerbsvorteile.

Genau hier setzt der Klimafonds an: Er ermöglicht Schweizer Unternehmen, in neue, zukunftsgerichtete Technologien zu investieren und Forschung und Entwicklung gezielt auszubauen.

Klimafonds
Am 8. März 2026 stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über die Klimafonds-Initiative ab. (Archivbild) - Keystone

Innovation braucht Kapital. Gerade junge Unternehmen und KMU sind auf Risikofinanzierung angewiesen – klassisches Venture Capital fehlt in der nötigen Grössenordnung. Der Klimafonds schliesst diese Lücke.

Mit Darlehen, Garantien und Bürgschaften hilft er, hohe Anfangsinvestitionen zu stemmen und Innovationen schneller in den Markt zu bringen. So werden Investitionen ausgelöst, die sich volkswirtschaftlich lohnen, aber heute zu oft am hohen Anfangsrisiko scheitern.

Lohnende Investitionen statt teurer Untätigkeit

Klimaschutz ist nicht nur ökologisch geboten, sondern ökonomisch sinnvoll. Viele Investitionen zahlen sich durch eingesparte fossile Energieimporte weitgehend selbst zurück. Die Schweiz gibt jährlich Milliarden für Öl und Gas aus; dieses Geld kann künftig im Inland Wertschöpfung schaffen.

Zugleich sind die Kosten des Nichtstuns enorm. Klimaschäden durch Extremwetter, Hitze oder Naturgefahren belasten bereits heute öffentliche Haushalte und Unternehmen – mit steigender Tendenz.

Wer heute investiert, verhindert morgen teure Reparaturen. Der Klimafonds wandelt künftige Schadenskosten in heutige Aufträge für Gewerbe, Industrie und Forschung um.

Verlässlichkeit statt kurzfristiger Sparpolitik

Forschung, Bildung, Klimaanpassung und Biodiversitätsschutz sind langfristige Aufgaben. Doch genau solche Investitionen geraten immer wieder unter kurzfristigen.

Batterieforschung
Forschung, Bildung, Klimaanpassung und Biodiversitätsschutz sind langfristige Aufgaben. Der Klimafonds schaffte hier Planungssicherheit, so Barbara Schaffner. (Archivbild) - GO!

Der Klimafonds sorgt dafür, dass zentrale Zukunftsbereiche nicht dem jährlichen Budgetgerangel zum Opfer fallen. Er schafft Planungssicherheit für Unternehmen, Forschung, Kantone und Gemeinden.

Gerade angesichts aktueller Sparpakete rund um das Entlastungspaket 27 ist das entscheidend: Wer jetzt bei Zukunftsinvestitionen kürzt, verschiebt die Probleme nur – und verteuert sie.

Offene Debatte statt Parteipolitik

Das rechtsbürgerliche Framing des Klimafonds als links-grünes Projekt verstellt den Blick auf das Wesentliche. Klimaschutz ist keine ideologische Spielwiese, sondern Wirtschafts- und Standortpolitik. Ein bürgerliches Ja-Komitee bringt es auf den Punkt: Es geht um die Zukunft der Schweizer Wirtschaft – um Wertschöpfung im Inland, Versorgungssicherheit und neue Jobs.

Es ist deshalb schade, wenn in der Berichterstattung – etwa im NZZ-Artikel zum bürgerlichen Ja-Komitee – die Schadensbegrenzung in den Vordergrund gestellt wird.

Wie stimmst du am 8. März 2026 über die Klimafonds-Initiative ab?

Ja, eine deutliche Ablehnung würde Blockaden zementieren. Aber im Zentrum stehen die Chancen: Der Klimafonds ist eine Weichenstellung für Wohlstand, Innovationskraft und Versorgungssicherheit.

Er steht für Mut zur Gestaltung statt für defensive Schadensbegrenzung.

Zur Autorin

Barbara Schaffner (*1968) ist Physikerin und Zürcher GLP-Nationalrätin. Ihren politischen Fokus legt sie auf die Themen Energie, Verkehr, Raumplanung und Umwelt.

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Kommentare

User #1449 (nicht angemeldet)

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