Yannick Jadot wird Präsidentschaftskandidat der französischen Grünen

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    Frankreich,

    Der EU-Abgeordnete Yannick Jadot soll für die Grünen in den Präsidentschaftswahlkampf ziehen.

    Yannick Jadot
    Der Grüne, Yannick Jadot, ruft zur Unterstützung von macron auf. - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • «Ich werde Klimapräsident».

    Der 54-Jährige setzte sich in einer internen Vorwahl knapp mit 51 Prozent gegen die radikalere Sandrine Rousseau durch, wie seine Partei am Dienstag in Pantin mitteilte. «Ich rufe zu einer grossen Union auf, damit wir es gemeinsam in den Elysée schaffen», sagte Jadot, der von seinen Anhängern bejubelt wurde.

    «Die nächste Amtszeit soll eine Amtzeit des Handelns werden. Mit Eurer Hilfe werde ich der Klimapräsident», betonte Jadot, der bereits 2017 Präsidentschaftskandidat der Grünen war. Damals hatte er sich aber noch vor der ersten Runde zugunsten der Sozialisten zurückgezogen.

    Für die Online-Vorwahl über zwei Runden hatten sich etwa 122.000 Menschen angemeldet. Jadot sieht die Grünen in Deutschland als Vorbild und war eigens zur Ausrufung von Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin nach Berlin gereist. Nach Ansicht von Experten könnte er die Stimmen enttäuschter Wähler von Präsident Emmanuel Macron gewinnen. In Umfragen liegt er derzeit zwischen fünf und sechs Prozent.

    Für die sozialistische Präsidentschaftskandidatin Anne Hidalgo ist die Wahl von Jadot eine schlechte Nachricht, da sie selbst ein stark grün gefärbtes Programm hat. Sie liegt in Umfragen derzeit bei vier bis fünf Prozent.

    Die Konservativen haben sich jedoch erst entschieden, in welcher Form sie ihren Kandidaten bestimmen wollen. Die beiden aussichtsreichsten Bewerber sind allerdings nicht mehr Parteimitglied bei den Republikanern.

    Unterdessen gerät die rechtspopulistische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen in Schwierigkeiten, seit der ausländerfeindliche Journalist Eric Zemmour in den Medien als Kandidat gehandelt wird. Er kommt in Umfragen bereits auf zehn Prozent und gräbt in erster Linie Stimmen von Le Pen ab. Le Pen hat sich daher auf das traditionelle Thema Einwanderung verlegt und verspricht einen Volksentscheid zum Thema für den Fall ihres Wahlsiegs.

    Es gilt als ausgemacht, dass Präsident Emmanuel Macron für eine zweite Amtszeit antritt. Er hat sich jedoch noch nicht öffentlich dazu geäussert.

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