Vatikan

Vatikan reagiert auf KI-Boom mit neuer Kommission

Keystone-SDA
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Italien,

Im Vatikan beschäftigt sich angesichts der rasanten Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) künftig eine Kommission mit dem Thema. Papst Leo XIV. billigte die Einrichtung des Gremiums, das sich mit den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf den Menschen und die Menschheit sowie Fragen der Würde des Menschen befassen soll. Vertreter mehrerer vatikanischer Behörden sollen in der Kommission sitzen, wie der Heilige Stuhl mitteilte.

ARCHIV - Papst Leo XIV. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa/Archivbild
ARCHIV - Papst Leo XIV. Foto: Gregorio Borgia/AP/dpa/Archivbild - Keystone/AP/Gregorio Borgia

Das Thema KI liegt dem Papst am Herzen. Immer wieder widmet sich Leo in Ansprachen und öffentlichen Auftritten der KI – und ihren möglichen Risiken. Bereits zu Beginn seines Pontifikats im Mai vergangenen Jahres setzte Leo das Thema KI auf die Agenda. Er plädiert für ein gesundes Bündnis zwischen Technologie und Menschheit, das Risiken und Gefahren von KI im Blick behält.

Um das Thema dürfte es auch in Leos ersten grossen richtungsweisenden Lehrschreiben gehen. Mit der Veröffentlichung dieser sogenannten Enzyklika wird nach Angaben des offiziellen Nachrichtenportals «Vatican News» gegen Monatsende gerechnet. Der Arbeitstitel der Enzyklika lautet mehreren Medienberichten zufolge «Magnifica humanitas» (Die grossartige Menschheit).

Aufgabe der neuen Kommission soll es sein, die «Zusammenarbeit und den Austausch zwischen den Mitgliedern der Gruppe hinsichtlich der Informationen über Aktivitäten und Projekte im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu erleichtern, einschliesslich der Richtlinien für ihren Einsatz innerhalb des Heiligen Stuhls». Dabei sollten Dialog, Gemeinschaft und Teilhabe gefördert werden. Die Koordinierung im ersten Jahr ihrer Arbeit übernimmt eine Vatikan-Behörde.

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Kommentare

User #1713 (nicht angemeldet)

Eine KI könnte den Job vom Papst billiger und besser erfüllen.

User #8042 (nicht angemeldet)

Bin erstaunt über die Kommentare. Noch mehr über die Personen, die dahinter stehen. Das Problem ist nicht KI selbst, sondern wie sie praktiziert wird. Der Motor sind riesige finanzielle Summen, die von Leuten und Institutionen gehandhabt werden, bei denen Verantwortung und Ethik nicht zu oberst auf der Traktandenliste stehen. Kontrollmechanismen fehlen weitgehend - da könnte die Initiative aus Rom nicht ungelegen sein.

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