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Taliban feiern Machtübernahme in Afghanistan vor fünf Jahren

Keystone-SDA
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Afghanistan,

Fahnen, Festreden und Blumen aus Militärhubschraubern: Die islamistischen Taliban in Afghanistan haben ihre Machtübernahme vor fünf Jahren gefeiert. «Heute sind die Weltanschauungen und Werte der afghanischen Regierung und Nation miteinander im Einklang», sagte Aussenminister Amir Khan Muttaki bei einer Zeremonie in der Hauptstadt Kabul, die vom staatlichen Sender RTA übertragen wurde.

Afghanistan
Ein Kämpfer der Taliban betet neben einem mit Waffen ausgerüsteten Wagen. (Symbolbild) - keystone

In einem Bericht des afghanischen Fernsehsenders Tolonews war zu sehen, wie aus einem Militärhubschrauber Blumen über Kabul abgeworfen wurden. Schon in den vergangenen Tagen waren in der Hauptstadt die Taliban-Fahnen mit schwarzer Schrift auf weissem Hintergrund erneuert worden. Medienberichte zeigten auch Zeremonien und Autokorsos in anderen Landesteilen.

Nach der Ankündigung des Abzugs der Nato und US-Truppen für den Spätsommer 2021 hatten die Taliban am 15. August praktisch ohne Gegenwehr Kabul eingenommen. Es folgten chaotische Zustände, unter anderem am Flughafen, als westliche Länder versuchten, eigenes Personal sowie afghanische Mitarbeiter zu evakuieren.

Zuvor hatte nach den Anschlägen der Terrorgruppe Al Kaida vom 11. September 2001 auf Ziele in den USA eine internationale Koalition in Afghanistan Krieg gegen die Taliban geführt, die damals zum ersten Mal das Land beherrschten. Ihnen wurde vorgeworfen, Al Kaida zu beherbergen.

Allein die amerikanischen Streitkräfte verloren in den Jahren bis 2021 am Hindukusch mehr als 2.300 Soldaten. Die Bundeswehr beklagte 59 Opfer. Die Brown Universität schätzt, dass in dem knapp zwanzigjährigen Krieg über 46.000 Zivilisten und fast 70.000 afghanische Sicherheitskräfte getötet wurden.

Afghanistan durchläuft heute eine schwere humanitäre Krise – der Zugang zu internationalen Hilfsmitteln ist auch wegen der Taliban-Herrschaft stark begrenzt. Die Islamisten beschneiden die Meinungsfreiheit und insbesondere die Freiheiten und den Zugang zu Bildung für Frauen und Mädchen massiv.

Kritiker bemängeln, dass die deutsche Bundesregierung die Taliban einerseits wegen ihrer Menschenrechtsverletzungen nicht anerkennt, gleichzeitig aber, um Abschiebungen zu ermöglichen, praktische Zugeständnisse macht.

Kommentare

User #1706 (nicht angemeldet)

Was gibt es bei denen zu feiern? Hungersnot frauenverachtung Kinderarmut medizinisches Elend, komisches verständniss vom feiern

User #3785 (nicht angemeldet)

Nein, sind sie nicht. Frauen wollen das nicht

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