Hisbollah

    Südlibanon: Tote bei Angriff auf Hisbollah-Ziel

    Keystone-SDA
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    Libanon,

    Bei zwei israelischen Luftangriffen im Südlibanon sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut mindestens elf Menschen getötet und 19 weitere verletzt worden. Demnach wurden zwei Häuser in den Aussenbezirken der Städte Ansar sowie Deir al-Sahrani getroffen.

    Menschen und Rettungskräfte versammeln sich vor einem zerstörten Haus, das von einem israelischen Luftangriff getroffen wurde. Foto: Mohammed Zaatari/AP/dpa
    Menschen und Rettungskräfte versammeln sich vor einem zerstörten Haus, das von einem israelischen Luftangriff getroffen wurde. Foto: Mohammed Zaatari/AP/dpa - Keystone/AP/Mohammed Zaatari

    Bei dem Angriff in Ansar wurden offiziellen Angaben zufolge sieben Menschen getötet und zwei weitere verletzt. In Deir al-Sahrani seien vier Tote und 17 Verletzte gemeldet worden.

    Die israelische Armee bestätigte beide Militäreinsätze. Ziel seien Stützpunkte der «Hisbollah-Terrororganisation» gewesen. Der Angriff erfolgte laut israelischem Militär als Reaktion auf einen vorherigen Beschuss von Soldaten am Ali-al-Taher-Pass. Dieser liegt in einer von Israel einseitig erklärten «Sicherheitszone» im Südlibanon. Drei Soldaten seien schwer verletzt worden, erklärte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu am Nachmittag. Die israelische Armee habe erst später erfahren, dass die Hisbollah mutwillig Zivilisten in einer der angegriffenen Militäranlage untergebracht habe. Diese Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

    «Äusserst ernste Angelegenheit»

    Ein dpa-Fotograf vor Ort in Ansar berichtete, auch Anwohner hätten von einem Hisbollah-Stützpunkt gesprochen. So seien Aufnahmen in einigen Bereichen des zerstörten Hauses verboten worden, ebenso von einem zerstörten Auto und einem gegenüberliegenden, bewaldeten Tal.

    Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam erklärte auf X, es handele sich bei den Angriffen um eine «äusserst ernste Angelegenheit», die Bemühungen zur Stabilisierung der Lage im Südlibanon untergrabe. Die Verantwortung für den Umgang mit etwaigen militärischen Einrichtungen auf libanesischem Territorium liege ausschliesslich beim libanesischen Staat, vertreten durch die libanesische Armee und ihre legitimen Institutionen. Israel habe kein Recht, libanesisches Territorium zu verletzen oder Zivilisten zu gefährden.

    Israel als auch die proiranische Hisbollah werfen sich gegenseitig regelmässig Verstösse gegen eine Waffenruhe vor. Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einseitig eine «Sicherheitszone» im Südlibanon verfügt, um Angriffe der Hisbollah auf den Norden des Landes zu verhindern. Das von Israel kontrollierte Areal umfasst nach geografischen Berechnungen libanesischer Medien rund 620 Quadratkilometer. Dies entspricht einem Anteil von etwa sechs Prozent der Fläche des Landes.

    Kommentare

    User #6865 (nicht angemeldet)

    Naja, wenn ich mir die Abschussliste der Israelis so anschaue...; war dieser Air Raid erfolgreich !

    User #3785 (nicht angemeldet)

    Netanjahus Annektionsphantasien auf Fox News: „einige christliche Dörfer im Libanon haben tatsächlich darum gebeten, von Israel annektiert zu werden.“ In einer gemeinsamen Erklärung weisen die christlichen Grenzgemeinden die Aussagen Netanjahus kategorisch zurück. Sie haben keinen Bezug zur Realität. Die Gemeinden haben während des Krieges stets zum libanesischen Staat und dessen legitimen Institutionen gestanden. Die Bewohner sind stolz auf ihre libanesische Identität und betrachteten den Libanon als ihre wahre Heimat. Versuche, ihre nationale Haltung falsch darzustellen oder ihr Leid für politische Zwecke zu instrumentalisieren, weisen sie entschieden zurück.

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