Kardinal Tscherrig im Vatikan von Papst Leo feierlich beigesetzt
Im Beisein von mehreren Dutzend hoher kirchlicher Würdenträger hat Papst Leo XIV. am Freitagnachmittag im Petersdom den Schweizer Kardinal Emil Paul Tscherrig feierlich beigesetzt. Er würdigte den Verstorbenen als eifrigen und verantwortungsvollen Diener des Herrn.

Der Papst stellte seine Predigt unter ein Jesus-Zitat aus dem Johannes-Evangelium im Neuen Testament. «Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt», heisst es dort als Aussage in einem Zwiegespräch mit Martha.
Gelesen wurden die Bibelstellen unter anderem von einem Schweizer Gardisten. Dies als Reminiszenz, weil Tscherrig einst selber für kurze Zeit in der Garde gedient hatte.
Leo XIV. hob die umfassende kirchliche und internationale Erfahrung des Kardinals hervor. Und er zählte die zahlreichen Stationen auf, in der Tscherrig ab 1994 als Nuntius des Heiligen Stuhls gedient hat. Angefangen in Burundi, in verschiedenen Staaten der Karibik und Skandinaviens, in Südkorea, der Mongolei, in Argentinien und schliesslich ab 2027 als erster Nicht-Italiener für Italien und San Marino.
Dann bat er die Anwesenden, das Gute zu bewahren, das von Tscherrig ausgegangen sei. «Unsere Welt braucht Botschafter», so Papst Leo XIV.
Kardinal Tscherrig war am Dienstag im Alter von 79 Jahren in Rom verstorben. Im Petersdom im Vatikan lag er während der Messe vor dem Altar in einem schlichten Sarg aus dunklem Holz aufbewahrt.














