Donald Trump

    Trump bezeichnet WHO als «Marionette Chinas»

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    US-Präsident Donald Trump hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erneut scharf wegen ihres Umgangs mit der Corona-Pandemie attackiert.

    US-Präsident Donald Trump
    US-Präsident Donald Trump - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Jahrestagung der Organisation von US-Vorwürfen zu Corona-Pandemie überschattet.

    Die WHO sei eine «Marionette Chinas», sagte Trump am Montag im Weissen Haus. Die USA hätten von der WHO in der Krise «viel schlechten Rat» erhalten.

    Bereits Mitte April hatte Trump angekündigt, die US-Beitragszahlungen an die WHO einzustellen. Nun äusserte er sich zu diesem Thema allerdings ausweichend. Zu den US-Beiträgen werde seine Regierung «bald eine Entscheidung fällen», sagte der Präsident.

    Trump wirft der WHO seit Wochen «Missmanagement» in der Corona-Krise sowie Einseitigkeit zugunsten Chinas vor, das als Herkunftsland des neuartigen Virus gilt. Auch China selbst greift der US-Präsident wegen der weltweiten Ausbruch des Erregers immer wieder massiv an - er wirft Peking unter anderem mangelnde Transparenz über die Ursachen der Pandemie vor.

    Die USA sind der grösste Beitragszahler der WHO. Die US-Zahlungen an die UN-Unterorganisation belaufen sich laut Trump auf rund 450 Millionen Dollar (412 Millionen Euro) jährlich.

    Derzeit findet die Jahrestagung der WHO-Mitgliedstaaten statt, die wegen der Pandemie per digitaler Kommunikation abgehalten wird. Auch bei der Tagung griffen die USA die Organisation frontal an.

    Einer der «wichtigsten Gründe», warum der Coronavirus-Ausbruch ausser Kontrolle geraten sei, habe im «Versagen» der WHO gelegen, rechtzeitig ausreichende Informationen über den Erreger zu beschaffen, sagte US-Gesundheitsminister Alex Azar am Montag in einer Videoansprache bei der Jahrestagung. Dieses «Versagen» habe «viele Leben gekostet».

    US-Aussenminister Mike Pompeo verurteilte den Ausschluss Taiwans von der Jahrestagung. Auf Druck Chinas habe WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus Taiwan nicht eingeladen. Die «mangelnde Unabhängigkeit» des WHO-Generaldirektors beraube die Gesundheitsbehörde «der renommierten wissenschaftlichen Expertise Taiwans» und schade der «Glaubwürdigkeit und dem Erfolg der WHO zu einem Zeitpunkt, da die Welt sie am meisten braucht», erklärte Pompeo in Washington.

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