Papst beruft weitere Frau an Spitze von Vatikanbehörde
Papst Leo XIV. setzt seinen Kurs fort, Frauen in Führungspositionen des Vatikans zu berufen: Das Oberhaupt der katholischen Kirche ernannte die Ordensfrau Alessandra Smerilli zur Chefin einer grossen vatikanischen Behörde.

Die 51-Jährige ist damit die dritte Frau an der Spitze eines sogenannten Dikasteriums – vergleichbar mit einem Ministerium einer normalen Regierung. Ab dem 1. September steht Smerilli als Präfektin dem Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen vor, das oft auch nur als die vatikanische Entwicklungsbehörde bezeichnet wird und sich mit den Themen Migration, soziale Gerechtigkeit, Entwicklung und Umwelt befasst.
Frauen an der Spitze von Dikasterien sind noch immer eine Ausnahme. Mit Smerilli werden nun drei der 16 Dikasterien von Frauen geleitet, in Vatikan-Spitzenpositionen bleiben Frauen insgesamt weiter deutlich unterrepräsentiert.
Leos Vorgänger Franziskus hatte Anfang 2025 wenige Monate vor seinem Tod erstmals eine Frau zur Leiterin einer grossen Vatikanbehörde ernannt. Er berief die italienische Ordensschwester Simona Brambilla zur Chefin einer Behörde. Leo setzt diesen Kurs fort. Anfang Juni ernannte er die in Mexiko geborene Journalistin Maria Montserrat Alvarado zur Leiterin des Dikasteriums für Kommunikation.














