Letzter Appell: Papst warnt Piusbrüder vor umstrittener Weihe

    Keystone-SDA
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    Italien,

    Unmittelbar vor den von der erzkonservativen Piusbruderschaft angekündigten Bischofsweihen hat Papst Leo XIV. in einem eindringlichen Brief die Gemeinschaft vor einem Bruch mit der katholischen Kirche gewarnt.

    ARCHIV - Papst Leo XIV. hält vor dem Dom von Pavia eine Rede. Foto: Antonio Calanni/AP/dpa
    ARCHIV - Papst Leo XIV. hält vor dem Dom von Pavia eine Rede. Foto: Antonio Calanni/AP/dpa - Keystone/AP/Antonio Calanni

    An den Generaloberen der traditionalistischen Bruderschaft, Davide Pagliarani, gerichtet schrieb der Pontifex: «In diesem Geist und erfüllt von christlicher Liebe bitte ich euch und ersuche euch von ganzem Herzen: Kehrt um!»

    Die Priesterbruderschaft St. Pius X., so der offizielle Name der Gemeinschaft, will am Mittwoch im schweizerischen Écône vier neue Bischöfe weihen – gegen den ausdrücklichen Willen des Papstes. Der Vatikan hatte die Bruderschaft bereits vor Wochen eindringlich vor diesem Schritt gewarnt und klargemacht, dass eine solche Weihe ohne Zustimmung des Pontifexes die automatische Exkommunikation, also den Ausschluss aus der Kirche, nach sich zieht.

    In seinem Schreiben bekräftigte Leo nun, die unerlaubte Weihe wäre ein «schismatischer Akt», also eine Abspaltung von der katholischen Kirche. Dieser könnte die Gläubigen der Gemeinschaft des «rechtmässigen und in manchen Fällen sogar des gültigen Empfangs der Sakramente berauben». Er betonte, eine solche Abspaltung stelle eine «Sünde von äusserster Schwere» dar.

    Zugleich betonte Leo, die Kirche sei weiter zu Dialog und Verständigung bereit. «Mit schmerzerfülltem Herzen, aber noch immer voller Hoffnung» fühle er sich verpflichtet, die Piusbrüder aufzufordern, von ihrem Vorhaben abzusehen. Trotz aller Warnungen des Vatikans machten die Kirchenmänner aber immer wieder klar, an ihren Bischofsweihen festzuhalten und sie wie geplant abzuhalten.

    Die Gemeinschaft wurde 1970 vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre gegründet und lehnt bis heute zentrale Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ab. Bereits 1988 hatte Lefebvre gegen den Willen von Papst Johannes Paul II. vier Bischöfe geweiht. Er und die neu geweihten Bischöfe wurden daraufhin exkommuniziert. Papst Benedikt XVI. hob die schwere Kirchenstrafe 2009 aber als Zeichen der Versöhnung wieder auf.

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    Kommentare

    User #4862 (nicht angemeldet)

    Die Piusbruderschaft hat kein Priestermangel!! In der Bibel steht geschrieben: An den Früchten werdet ihr die wahren Christen erkennen

    User #1590 (nicht angemeldet)

    Die grösste Sekte der Welt, Ausgenommen Des Islams ist die KATHOLISCHE KIRCHE!!

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