Keine Waffenruhe – Iran weist Vorschlag zurück
Teheran lehnt eine 45-tägige Waffenruhe ab und fordert ein dauerhaftes Kriegsende – Trump beharrt auf seinem Ultimatum.

Pakistan hatte den Kriegsparteien einen Plan für eine 45-tägige Waffenruhe mit anschliessenden Friedensgesprächen vorgelegt. Teheran wies diesen Vorschlag laut staatlichen Medien jedoch klar zurück, wie die «ZDF heute» berichtet.
Die iranische Führung übermittelte ihre Antwort auf dem Weg über Pakistan an Washington. Die Islamische Republik fordere ein dauerhaftes Ende des Krieges, nicht bloss eine vorübergehende Waffenruhe, meldete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA.
Der Leiter der diplomatischen Mission Irans in Kairo, Modschtaba Ferdussi Pur, bekräftigte gegenüber der Nachrichtenagentur AP die iranische Position. «Wir akzeptieren ein Kriegsende nur mit Garantien, dass wir nicht erneut angegriffen werden», sagte er laut «ZDF heute».
Plan für Waffenruhe «eine von vielen Ideen»
US-Präsident Donald Trump beharrt derweil auf seiner Frist bis Dienstagabend, wie die «Tiroler Tageszeitung» berichtet. Er drohte mit der Zerstörung von Kraftwerken und Brücken, sollte Iran die Strasse von Hormus bis dahin nicht öffnen.
Trumps Antwort auf den iranischen Gegenvorschlag fiel knapp aus: «Sie haben einen Vorschlag gemacht, und es ist ein bedeutsamer Vorschlag.» Es sei zwar ein wichtiger Schritt, reiche jedoch nicht aus, so Trump gemäss «Tiroler Tageszeitung».
Ein Mitarbeiter des Weissen Hauses bestätigte den Waffenruhe-Plan als «eine von vielen Ideen», die Trump noch nicht gebilligt habe. Der US-Militäreinsatz werde unterdessen fortgesetzt, hiess es.
Iran stellt weitreichende Forderungen
Teherans Antwort umfasst laut der «taz» ein Zehn-Punkte-Papier mit weitreichenden Bedingungen. Dazu zählen ein Ende aller Konflikte in der Region, die Aufhebung von Sanktionen sowie Reparationszahlungen für Kriegsschäden.

Ein US-Vertreter bezeichnete die iranischen Forderungen laut dem US-Nachrichtenportal «Axios» als «maximalistisch» und zweifelte an einer diplomatischen Lösung. Der iranische Aussenministeriumssprecher erklärte, Verhandlungen seien «völlig unvereinbar mit Ultimaten, Verbrechen und Drohungen von Kriegsverbrechen», berichtet die «taz».
Israel beschoss derweil die grösste petrochemische Anlage des Irans in Asalujeh mit voller Wucht. Verteidigungsminister Katz sagte, die beiden angegriffenen Anlagen, verantwortlich für etwa 85 Prozent der petrochemischen Exporte, seien nun ausser Betrieb gesetzt.
















