Brics-Gruppe fordert Zurückhaltung im Nahost-Konflikt
Die Länder der Brics-Gruppe haben bei ihrem Gipfeltreffen in Indien die Akteure im sich ausweitenden Konflikt im Nahen Osten zur grössten Zurückhaltung aufgerufen. Die Staatengruppe sei «tief besorgt über die Eskalation der Spannungen im Nahen Osten/Westasien», hiess es in einer «Erklärung von Neu-Delhi». Die Staats- und Regierungschefs würden «mit Blick auf unsere jeweiligen nationalen Standpunkte dazu aufrufen, maximale Mässigung zu zeigen». Die Teilnehmer ermutigen demnach die Anstrengungen, einschliesslich des Dialogs und der Diplomatie, für eine Verständigung.

Während die Länder den israelisch-palästinensischen Konflikt beim Namen nannten und auch dort eine dauerhafte Lösung forderten, wurden die Akteure im Iran-Krieg nicht benannt. Besonders deutlich lehnten sie eine zwangsweise Vertreibung von Palästinensern aus Gaza sowie Veränderungen der geografischen Struktur des Gazastreifens ab.
Präsidenten Russlands, Chinas und Irans dabei
Die Abkürzung Brics steht für die Anfangsbuchstaben der ersten fünf Mitglieder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Neben Saudi-Arabien, Ägypten, Äthiopien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Indonesien ist auch der Iran Mitglied. Eines der Ziele der Gruppe, die sich auch als Gegengewicht zum Westen versteht, ist es, sich in geopolitischen Fragen abzusprechen. An der zweitägigen Konferenz in der indischen Hauptstadt, die bis zum Sonntag dauert, nehmen unter anderem der russische Präsident Wladimir Putin, Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sowie der iranische Präsident Massud Peseschkian teil.














