Nahost-Konflikt

    So verändert der Nahost-Konflikt die Schweizer Ferienpläne

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    Zürich,

    Die Spannungen im Nahen Osten beeinflussen die Ferienplanung vieler Schweizer. Laut einer Umfrage von Dertour Suisse werden Reiseziele neu bewertet.

    Grafik
    81 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer halten trotz der weltpolitischen Lage an ihren Reiseplänen fest. Wie die anderen 19 Prozent auf den Nahost-Konflikt reagieren, zeigt diese Grafik. - Dertour

    Die Reiselust der Schweizer Bevölkerung ist trotz globaler Krisen ungebrochen, doch die Prioritäten haben sich verschoben. Das ist das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter 1000 Personen aus allen Sprachregionen der Schweiz.

    Wer in diesen Tagen seine Ferien plant, setzt in erster Linie auf politische Stabilität, Sicherheit und ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis.

    Die Verunsicherung durch den anhaltenden Nahost-Konflikt spiegelt sich deutlich im Sicherheitsgefühl der Befragten wider: Rund 80 Prozent stufen den Nahen Osten derzeit als unsicheres Pflaster ein.

    Lediglich eine Minderheit von 8 Prozent gibt an, überhaupt keine Sicherheitsbedenken bezüglich der abgefragten Ferienregionen zu haben. Als sicher gelten in den Augen der Schweizer vor allem Europa, Ozeanien sowie die Antarktis.

    Flüge Nahost-Konflikt
    Wer in diesen Tagen seine Ferien plant, setzt in erster Linie auf politische Stabilität, Sicherheit und ein stimmiges Preis-Leistungs-Verhältnis. (Symbolbild) - keystone

    Trotz dieser klaren Einschätzung lassen sich die Schweizer die Ferienlaune nicht verderben: 81 Prozent der Befragten halten trotz der weltpolitischen Lage an ihren Reiseplänen fest.

    Nur knapp jede fünfte Person (19 Prozent) passt ihre Pläne an. Und wenn, dann meistens durch die Wahl einer Alternativdestination (42 Prozent). Komplett auf das Reisen verzichtet wird dagegen kaum.

    Interessantes Detail: Die Westschweizer zeigen sich im Vergleich zur Deutschschweiz etwas entspannter.

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    Während in der Deutschschweiz das Sicherheitsgefühl die Entscheidungen stark dominiert, neigen die Romands eher dazu, Reisedetails flexibel anzupassen. Oder den Trip auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, statt ganz zu stornieren.

    Run auf Italien und Spanien

    Aktuelle Auswertungen der Buchungszahlen von Dertour Suisse für Abreisen zwischen April und Oktober 2026 zeigen: Die gestiegene Unsicherheit seit Ausbruch des Konflikts schlägt sich konkret im Buchungsverhalten nieder.

    Die Daten verdeutlichen eine Verschiebung hin zu klassischen Mittelmeer-Destinationen. Besonders Spanien und Italien profitieren seit Ende Februar deutlich von der veränderten Nachfrage.

    Italien entwickelt sich derzeit zu einem der grössten Gewinner der aktuellen Nachfrageverschiebung. In der Deutschschweiz legten die Buchungen nach dem 28. Februar 2026 deutlich zu (+66 %), nachdem die Nachfrage zuvor noch leicht rückläufig gewesen war.

    Italien
    Italien entwickelt sich derzeit zu einem der grössten Gewinner der aktuellen Nachfrageverschiebung. - TN

    Auch Spanien verzeichnet in beiden Sprachregionen wieder positive Wachstumsraten. Gleichzeitig verzeichnen Fernreise- und Langstreckendestinationen, besonders Destinationen wie Mauritius, seit Ende Februar spürbare Rückgänge.

    Macht dir der Nahost-Konflikt Sorgen?

    Grund dafür ist das Drehkreuz Dubai, welches viele Reisende zur Anreise in solche Destinationen wählen. Es konnte eine Zeit lang nicht mehr angeflogen werden. Die Zahlen deuten darauf hin, dass viele Reisende deshalb bewusst auf näher gelegene Destinationen ausweichen.

    Besonders ausgeprägt zeigt sich diese Entwicklung bei Familien. So steigen die Italien-Buchungen bei Familien mit Kindern markant an, während zuvor noch rückläufige Zahlen registriert wurden. Dies spricht dafür, dass Sicherheitsgefühl und Planbarkeit derzeit insbesondere für Familien eine zentrale Rolle spielen.

    Die Dertour-Buchungsdaten bestätigen damit die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage: Schweizer Reisende reagieren sensibel auf geopolitische Entwicklungen. Und setzen bei der Ferienplanung aktuell verstärkt auf vertraute europäische Destinationen mit hoher Stabilität und kurzer Reisedistanz.

    Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.

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