#NoLiestal bekommt prominente Unterstützung

    Elisa Jeanneret
    Elisa Jeanneret

    Bern,

    Die Gegendemo #NoLiestal ist auf Twitter gestartet. Fast 20'000 Tweets wurden mittlerweile mit dem Hashtag versehen.

    #NoLiestal Min Li Marti
    Tausende demonstrieren online gegen Massnahmen-Kritiker unter dem Hashtag #NoLiestal. So auch SP-Nationalrätin Min Li Marti (ZH). - Keystone/Twitter

    Das Wichtigste in Kürze

    • Eine Gegendemo zur Massnahmen-Bekämpfung ist heute Morgen online unterwegs.
    • Die Teilnehmenden machen Fotos mit Maske und Schild.
    • So will die «vernünftige Mehrheit» auf sich aufmerksam machen.

    Die Massnahmen gegen das Coronavirus sind umstritten. Manche bekämpfen sie, andere unterstützen sie. Auf der Plattform Twitter findet heute eine Online-Demo statt, die für die Vernunft einstehen soll. Unter dem Hashtag #NoLiestal, eine Anspielung auf die letzte Corona-Demo, sind schon fast 20'000 Tweets zu finden.

    Auch Nationalrätin Min Li Marti (SP/ZH) ist von der Partie. «Wir brauchen mehr Vernunft und Solidarität. Nur gemeinsam kommen wir aus der Krise», teilt sie per Foto mit. Ihr Ehemann Balthasar Glättli, Grünen-Präsident, macht auch mit.

    «Solidarität heisst Rücksicht nehmen», schreibt Glättli auf seinem Blatt. Er wolle #SICHERöffnen. Rapper Knackeboul teilt ebenfalls einen Tweet mit #NoLiestal: «Obwohl es verrückt ist, zu Meme-Zeiten ein Blatt in die Kamera zu halten.» Aber die Anti-Massnahmen-Demonstrationen seien menschenverachtend, so Knackeboul.

    Andere Teilnehmende teilen Sprüche wie «Ja zu Solidarität; Nein zu Egoismus». Immer wieder wird geschrieben, dass man in Pandemie-Zeiten «nur so» demonstrieren sollte, um sich und andere zu schützen. Wieder andere weisen darauf, dass nicht die Massnahmen zu bekämpfen seien, sondern das Coronavirus.

    Auch die Berner Regierungsrätin Beatrice Simon (Mitte) schaltet sich ein und postet für #NoLiestal. Demonstrieren ohne Masken schwäche die Wirtschaft, gefährde seine Mitmenschen und bedeute weiterhin einschneidende Massnahmen, so Simon.

    AUch auf Instagram sind die Posts mittlerweile angekommen. Die SP-Nationalräte Fabian Molina (AG) und Samira Marti (BL) haben ihren #NoLiestal-Beitrag geteilt.

    Die beiden setzen den Akzent auf Solidarität und Miteinander sein.

    Ob die «No Liestal»-Bewegung reicht, um die Proteste gegen die Massnahmen zu unterbinden, wird sich zeigen. Die geplante Demonstration in Altdorf UR am 10. April jedenfalls wurde nicht bewilligt, wie Keystone-SDA berichtet.

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