BSC Young Boys

YB verliert in Sion – Benito: «Können nicht 120 Leader haben»

Ronny Reisch
Ronny Reisch

Bern,

Die BSC Young Boys kassieren gegen Tabellennachbar FC Sion den nächsten Tiefschlag: Mit 1:3 verlieren die Berner im Wallis.

YB Sion
YB muss beim FC Sion mal wieder eine Pleite verarbeiten. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der FC Sion gewinnt das Direktduell gegen den BSC Young Boys mit 3:1.
  • Nivokazi erzielt alle drei Tore – zwei weitere Sion-Treffer zählen nicht.
  • Der eingewechselte Monteiro sorgt für den einzigen YB-Glanzmoment.

Nach dem Kantersieg gegen Winterthur kehrt YB auf den Boden der Tatsachen zurück. Die Berner müssen auswärts beim FC Sion einen Dämpfer hinnehmen. Im Wallis unterliegen die Bundesstädter mit 1:3.

Wird YB in dieser Saison die europäischen Plätze noch erreichen?

Benito sagt gegenüber «blue»: «In einem besseren Zustand hätten wir uns nach dem 1:3 vielleicht aufbäumen können. Aber die Mannschaft ist schwierig unterwegs.» Diesen Zustand habe man sich aber selbst zuzuschreiben.

Der Captain zählt auch seine Mitspieler an: «Die Qualität eines Fussballers ist nicht nur technisch und spielerisch, sondern vor allem auch im Kopf. Wir können nicht 120 Leader in der Kabine haben – da muss jeder bei sich selbst anfangen.»

Fassnacht Benito
Auch die erfahrenen Christian Fassnacht und Loris Benito können YB in dieser Saison nicht auf die Erfolgsspur führen. - Keystone

Angesprochen auf die vielen Auswärts-Gegentore sagt Verteidiger Benito: «Da wird mir schwindlig.» Der 34-Jährige sagt klar und deutlich: «Nach heute ist der Sieg gegen Winti wieder nichts mehr wert.»

Sion-Blitzstart mit zwei Toren – eines zählt

Die Gastgeber aus Sitten kommen besser in die Partie und treffen schon früh: Chipperfield trifft nach einer starken Kombination in der sechsten Minute. Weil davor aber ein Foulspiel vorlag, nimmt Schiedsrichter Wolfensberger das Tor wieder zurück.

Doch acht Minuten später zählt der Führungstreffer: Chouaref tankt sich durch und legt auf Nivokazi rüber – 1:0. Davon angetrieben zeigt sich Sion weiter mutig, während von YB weiter wenig kommt.

Chouraef Nivokazi
Chouraef und Nivokazi zerzausen die YB-Defensive in der ersten Halbzeit. - Keystone

Kurz vor der Pause dann der nächste Aufreger: Valery bringt Chouraef im Strafraum zu Fall – Penalty. Chipperfield läuft an, bleibt aber an YB-Goalie Keller hängen. Doch die Situation bleibt gefährlich und Nivokazi haut den Nachschuss ins Netz.

YB meldet sich zurück

Direkt nach der Pause verpasst Chipperfield eine gute Chance aufs 3:0. Dann wacht YB aber auf – und trifft sogleich! Der zur Pause eingewechselte Monteiro beweist grossen Willen und schweisst das Leder in die Maschen.

YB
Nach der Pause bringt Monteiro die Hoffnung für YB zurück. - Keystone

Erstmals ist YB besser im Spiel, da trifft Nivokazi schon wieder. Der Stürmer wird von Hefti gefunden und bezwingt Keller ein drittes Mal – nur diesmal irregulär. Nachdem der VAR die Bilder angesehen hat steht fest: Der Walliser stand im Offside.

Das YB-Aufbäumen ist aber bereits wieder vorbei. Von den Bernern kommt offensiv wenig, hinten verhindert Keller gegen Lukembila mirakulös das 1:3.

Sion YB
Immer wieder stellen die Sion-Angreifer die Defensivabteilung von YB vor grosse Probleme. - Keystone

Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Lukembila steckt stark auf Nivokazi durch und der markiert seinen dritten Treffer doch noch! Kurz darauf verschiesst Surdez aus bester Position – die YB-Defensive macht heute wahrlich keine Eigenwerbung.

Weiter geht es für YB am nächsten Sonntag (16.30 Uhr) zuhause gegen Zürich. Sion reist bereits am Samstag (20.30 Uhr) nach Genf zum FC Servette.

Kommentare

User #5283 (nicht angemeldet)

Warum hat sich eigentlich noch niemand um Sanches beworben so ein Topspieler gehört schon lange in Ausland der versauert bei YB und in der Nati ist er auch nicht mehr gefragt.Salzgeber machen bitte nur noch den Donschtig-Jass alles andere sollten nur noch Profis tun.

User #1171 (nicht angemeldet)

Der Salzgeber kann sich nach der Abstimmung auch einen neuen Job suchen.

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