Berner Fasnachts-Gruppen haben Nachwuchs-Problem!
Die Berner Fasnacht ist kleiner als jene in Luzern und Basel. Beim Nachwuchs harzt es. Die Pandemie könnte ein Grund für gesunkene Besucherzahlen sein.
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Das Wichtigste in Kürze
- Immer weniger Menschen besuchen die Berner Fasnacht.
- Dazu kommt ein Nachwuchsproblem bei den verschiedenen Gruppen.
- Andere Fasnachten kennen solche Probleme eher nicht.
Im Vergleich zu Basel und Luzern ist sie eher klein: die Berner Fasnacht. Dennoch wird sie jedes Jahr liebevoll in der Bundesstadt zelebriert. Am Donnerstagabend hat sie begonnen. Hunderte Fasnachtsbegeisterte weckten den Fasnachtsbären aus seinem Winterschlaf im Käfigturm.
Gemäss einer Mitteilung des Vereins Bärner Fasnacht schrumpft die Berner Fasnacht gemessen an Teilnehmenden, Besuchenden und Nachwuchs. Über 60 Guggenmusiken seien in der Vergangenheit am grossen Umzug beteiligt gewesen. Nun seien es nur noch 35, so das Communiqué.

Corona-Pandemie: Ausgehverhalten der Menschen anders
Auch die Zahl der Besuchenden werde kleiner. Michelle Uetz, Vereinspräsidentin, hat für diese Entwicklung keine einfache Erklärung. «Wir stellen aber fest, dass viele Guggenmusiken und Fasnachtsgruppen ein Nachwuchsproblem haben», sagt sie gemäss SRF.
Die Corona-Pandemie habe das Ausgehverhalten der Menschen verändert. Ebenso mangelt es an Bekanntheit: «Viele Menschen wissen gar nicht, dass es in Bern eine Fasnacht gibt.» Lange war der Brauch in der Bundesstadt verboten.
Andere Fasnachten florieren
Woanders scheint man solche Probleme nicht zu kennen. Wie SRF schreibt, gibt es bei der Bieler Fasnacht gar einen Rekord was die teilnehmenden Gruppen am Sonntagsumzug betrifft. In Chur seien die Zahlen konstant.
«Wir müssen von Jahr zu Jahr schauen», sagt Michelle Uetz. Eine Möglichkeit, um die Berner Fasnacht zukunftsfähig zu halten, sei, das Programm etwas zu verkleinern. Damit könnten Kosten reduziert werden.

Das Nachwuchsproblem der Guggenmusiken sei vonseiten des Vereins aber nicht lösbar. Man sei aber auf der Suche nach «guten Ideen» für die Zukunft.
















