Gegnerinnen und Gegner der Corona-Massnahmen können eine geplante Kundgebung nicht in Uri abhalten. Der Kanton verweigerte ihnen eine Bewilligung.
Im vergangenen Herbst war es in Altdorf UR zu einer Demonstration von Gegnern der Corona-Massnahmen gekommen - eine erneute Bewilligung gibt es nicht. (Archivbild)
Im vergangenen Herbst war es in Altdorf UR zu einer Demonstration von Gegnern der Corona-Massnahmen gekommen - eine erneute Bewilligung gibt es nicht. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/URS FLUEELER

Das Wichtigste in Kürze

  • Am 10. April hätte in Altdorf UR eine Corona-Kundgebung stattfinden sollen.
  • Der Kanton macht den Corona-Gegnern einen Strich durch die Rechung.
  • Die Bewilligung für die geplante Demo bleibt aus.

Gegnerinnen und Gegner der Corona-Massnahmen können eine geplante Kundgebung nicht in Uri abhalten. Der Kanton verweigerte ihnen eine Bewilligung für die Demonstration mit bis zu 10'000 Personen vom 10. April in Altdorf.

Das Aktionsbündnis Urkantone hatte unter dem Motto: «Schluss mit dem Corona-Notrecht, NEIN zum Covid-19-Gesetz!» eine Kundgebung etwas ausserhalb des Dorfs geplant.

Solidarität unter #noAltdorf

Wie es am Donnerstag mitteilte, habe die Urner Sicherheitsdirektion diese nicht bewilligt. Man werde Beschwerde gegen das Verbot einlegen.

#NoLiestal Min Li Marti
Tausende demonstrieren online gegen Massnahmen-Kritiker unter dem Hashtag #NoLiestal. So auch SP-Nationalrätin Min Li Marti (ZH). - Keystone/Twitter

In den sozialen Medien formierte sich eine Gegenbewegung zu den Corona-Massnahme-Gegnern. Unter den Hashtags #noLiestal #noAltdorf sprachen sich mehrere tausend Personen für Solidarität und Vernunft aus.

Am vergangenen Samstag hatten in Liestal BL bis zu 8000 Personen gegen die Corona-Politik demonstriert. Die Polizei sprach von rund 6000 Teilnehmern.

Die Maskenpflicht wurde grösstenteils missachtet. Im Nachgang missbilligte die Baselbieter Regierung das Verhalten der Organisatoren der Kundgebung. Von strafrechtlichen Konsequenzen sah sie aber ab.

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