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    Nach «Spiegel»-Bericht: Christian Ulmen scheitert vor Gericht

    Aline Klötzli
    Aline Klötzli

    Deutschland,

    Collien Fernandes machte ihrem Ex Christian Ulmen in einem Artikel schwere Vorwürfe. Der Schauspieler ging gegen die Berichterstattung vor – ohne Erfolg.

    Christian Ulmen
    Christian Ulmen und Collien Fernandes trennten sich nach 14 Jahren Ehe. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Mann «virtuelle Vergewaltigung» vor.
    • Christian Ulmen ging juristisch gegen die Berichterstattung im «Spiegel» vor.
    • Das Landgericht Hamburg hat nun jedoch zugunsten des Magazins entscheiden.

    Erstmals machte Collien Fernandes (44) die Vorwürfe gegen ihren Ex Christian Ulmen (50) in einem «Spiegel»-Artikel öffentlich. Der Schauspieler ging danach gerichtlich gegen die Berichterstattung vor – kassierte nun allerdings eine Niederlage.

    Denn wie das Landgericht Hamburg entschieden hat, ist der «Spiegel»-Bericht grösstenteils zulässig. Nur eine Passage zu einem Gerichtsverfahren in Spanien muss abgeändert werden, berichtet das Magazin selbst.

    Der Rest – und damit sämtliche schwerwiegende Anschuldigungen – darf so bestehen bleiben.

    Aussagen von Collien als glaubhaft erachtet

    Collien Fernandes wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen unter anderem «virtuelle Vergewaltigung» und Körperverletzung vor.

    Der 50-Jährige soll über Jahre hinweg Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und mit Männern aus ihrem beruflichen Umfeld gechattet haben. Hinzu kommen gefälschte Sexvideos und Nacktbilder, die er von Collien verschickt haben soll.

    Christian Ulmen
    Christian Ulmen wurde von seiner Ex-Frau Collien Fernandes angezeigt. - keystone

    Ulmen ging daraufhin juristisch gegen die Berichterstattung vor. Seine Anwälte wollten dem «Spiegel» untersagen lassen, den Verdacht zu erwecken, ihr Mandant habe Deepfake-Videos von Fernandes hergestellt und verbreitet. Auch über den Vorwurf der Körperverletzung sollte nicht mehr berichtet werden dürfen.

    So weit kommt es nun allerdings nicht. Das Gericht ist zum Schluss gekommen, dass der «Spiegel»-Artikel «nicht vorverurteilend» ist. Auch betreffend des Verdachts körperlicher Übergriffe wurden Colliens Aussagen als glaubhaft erachtet.

    «Mir ging es vor der Anzeige besser als jetzt»

    Die Vorwürfe, welche Collien Fernandes im März gegen ihren Ex erhoben hatte, sorgten bis über die Landesgrenzen hinaus für Schlagzeilen. Zahlreiche Menschen solidarisierten sich mit der Schauspielerin.

    Und dennoch erhielt sie auch Drohungen, Beleidigungen und wurde mit Lügenvorwürfen konfrontiert. Das zieht nicht spurlos an ihr vorbei, wie sie kürzlich offenbarte. «Mir ging es vor der Anzeige besser als jetzt», sagte Fernandes in einem Interview.

    Es habe sie extrem belastet, als sie herausgefunden habe, dass ihr damaliger Noch-Ehemann hinter den Fake-Profilen steckt. Es sei nicht nur ein Vertrauensbruch, sondern eine permanente Bedrohung gewesen. Sie lebe mit der «Angst, an jeder Ecke jemanden zu treffen, mit dem ich unwissentlich eine sexuelle Online-Affäre hatte».

    Collien Fernandes erzählte von Panikattacken, Angstzuständen und einem Gefühl völliger Kontrolllosigkeit.

    Wird digitale Gewalt noch immer unterschätzt?

    Sie habe lange niemandem davon erzählt. Auch Gespräche mit Freundinnen habe sie unterlassen. Erst ihre Schwester, ihre Therapeutin und enge Vertraute hätten sie zum Schritt zur Staatsanwaltschaft und an die Öffentlichkeit ermuntert.

    Collien Fernandes spricht von «Psychoterror»

    In der medialen Berichterstattung war dann die Rede davon, dass Ulmen Deepfake-Fotos und -Videos erstellt haben soll. Ursprünglich sagte Fernandes aber, er habe Videos von Frauen verschickt, die ihr sehr ähnlich ausgesehen hätten. Ein kleiner Detailfehler mit grossen Folgen.

    Collien Fernandes Ulmen
    Collien Fernandes und Christian Ulmen im April 2024. - keystone

    Denn Ulmens Anwälte bestritten danach, dass sein Mandant je Deepfakes erstellt habe. Aufgrund dessen glaubten einige, dass Collien Fernandes widersprochen worden sei und sie gelogen habe. «Ich empfinde das als krassen Psychoterror vonseiten meines Ex-Mannes», sagte sie dazu.

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    Kommentare

    User #2546 (nicht angemeldet)

    Ulmen hat die häusliche Gewalt damals 2024 glaub oder etwas früher zugegeben. Gab ja auch genug Zeugen im Café, das sich unter der Wohnung befindet. Er hat auch gesagt, dass seine Frau nichts gemacht hatte. Dann hat er zugegeben, dass er einen Fetisch über viele Jahr entwickelt hatte. Ob er die Deepfakes gemacht hat oder nicht, das habe er zugegeben, aber sein Antwalt hat ihm geraten das zu widerrufen. Aber noch schlimmer sind die Berufsleute, die mit Collien im Film und TV Geschäte zusammenarbeiten und diese Pornodeepfakeseite besucht haben. Wie krank ist das denn.

    User #5558 (nicht angemeldet)

    Sie sind ein wirklich schönes Paar! Hoffentlich bleiben sie noch lange glücklich zusammen…… So wie sie auf dem Bild lächelt, tut er ihr anscheinend richtig gut.

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