Spiegel

    Ulmen leitet rechtliche Schritte gegen «Spiegel» ein

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Deutschland,

    Christian Ulmen wehrt sich vor Gericht gegen die Berichterstattung des «Spiegels». Der Verlag hat eine Frist für eine Stellungnahme erhalten.

    christian ulmen
    Christian Ulmen wehrt sich juristisch gegen die Berichterstattung des «Spiegels». - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Im Spiegel machte Collien Fernandes die Vorwürfe gegen Christian Ulmen öffentlich.
    • Der Schauspieler wehrt sich jetzt juristisch gegen die Berichterstattung.
    • Sein Anwalt betont, dass Ulmen nie Deepfake-Videos erstellt hat.

    Collien Fernandes (44) wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen (50) Identitätsdiebstahl und virtuelle Vergewaltigung vor.

    Er soll über Jahre Fake-Profile von ihr erstellt und damit mit Männern gechattet haben. Zudem soll er gefälschte Nacktfotos und -videos von ihr verschickt haben.

    Über seinen Anwalt liess der Schauspieler die Vorwürfe dementieren. Sein Mandat habe «zu keinem Zeitpunkt Deepfake-Videos von Frau Fernandes erstellt oder verbreitet». Dies teilte Anwalt Christian Schertz in einem Schreiben über X mit.

    Die Geschehnisse stünden deshalb in keinem Zusammenhang zur aktuellen Debatte über Strafbarkeitslücken bei Deepfake-Pornografie.

    Mittlerweile hat Ulmen eine einstweilige Verfügung gegen den Verlag des Magazins «Spiegel» beantragt. Das Landgericht Hamburg bestätigt den Eingang des Antrags gegenüber deutschen Medien.

    Spezifisch geht es um zwei Artikel, die im März dieses Jahres erschienen sind. In den Beiträgen «Entblösst im Netz» und «Du hast mich virtuell vergewaltigt» machte Fernandes die Vorwürfe öffentlich.

    Verfolgst du den Fall Fernandes/Ulmen?

    Ulmen und sein Anwalt werfen dem Magazin vor, den Eindruck zu erwecken, er habe Deepfake-Videos von Fernandes erstellt und verbreitet. Mit der einstweiligen Verfügung wollen sie erreichen, dass der Verlag dies zu unterlassen hat.

    In einem anderen Artikel thematisierte der «Spiegel» mutmassliche häusliche Gewalt von Ulmen gegen Fernandes. Gegen Formulierungen, die nahelegen sollen, dass Ulmen Fernandes körperlich angegriffen oder schwer bedroht hat, geht er ebenfalls vor.

    Das Landgericht Hamburg hat dem Verlag des «Spiegels» eine Frist gesetzt, um eine Stellungnahme einzureichen. Dadurch wird nicht mit einem Entscheid in den kommenden Tagen zu rechnen sein.

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