Collien Fernandes wehrt sich gegen «krassen Psychoterror»

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Deutschland,

Collien Fernandes geht es heute schlechter als vor ihrem Schritt an die Öffentlichkeit. Das Dementi von Ulmens Anwalt sei «krasser Psychoterror».

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Collien Fernandes erzählt, wie es ihr heute geht. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Collien erzählt, wie es ihr fünf Wochen nach dem Schritt an die Öffentlichkeit geht.
  • Sie berichtet von Panikattacken, Angstzuständen und einem Gefühl von Kontrolllosigkeit.
  • Dem Anwalt von Ulmen wirft sie «krassen Psychoterror vor.

Vor rund fünf Wochen trat die Schauspielerin Collien Fernandes (44) an die Öffentlichkeit. Jahrelang betrieb ihr heutiger Ex-Mann Christian Ulmen (50) Fake-Profile von ihr in den sozialen Medien. Er verschickte intime Nachrichten und gefälschte Nacktaufnahmen, führte Online-Affären in ihrem Namen.

Nachdem Fernandes die Vorwürfe und die Anzeige öffentlich machte, erhielt sie: Drohungen, Beleidigungen, Lügenvorwürfe. Mit der «SZ» sprach sie nun über ihr Befinden und sagt klar: «Mir ging es vor der Anzeige besser als jetzt.»

Es habe sie extrem belastet, als sie herausgefunden habe, dass ihr damaliger Noch-Ehemann hinter den Fake-Profilen steckte. Es sei nicht nur ein Vertrauensbruch, sondern eine permanente Bedrohung gewesen. Sie lebe mit der «Angst, an jeder Ecke jemanden zu treffen, mit dem ich unwissentlich eine sexuelle Online-Affäre hatte».

Collien Fernandes erzählt von Panikattacken, Angstzuständen und einem Gefühl völliger Kontrolllosigkeit.

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Collien Fernandes wird bedroht und musste bei einer Demo mit einer schusssicheren Weste auftreten. - keystone

Ihr Ex-Mann habe sie gekannt, habe gewusst, wann sie dreht, wen sie mag, welche Konflikte sie hatte. Und so habe er täuschend echte Profile einer «authentischen Fake-Collien» erstellen können.

Als sie herausfand, dass er dahintersteckte, habe sie aus Angst niemandem davon erzählt. Gespräche mit Freundinnen habe sie unterlassen, sagt Collien. Ihre Schwester, ihre Therapeutin und enge Vertraute hätten sie zum Schritt zur Staatsanwaltschaft und an die Öffentlichkeit ermuntert.

Collien Fernandes: Damit entstand Eindruck, ich hätte gelogen

In der Berichterstattung war dann die Rede davon, dass Ulmen Deepfake-Fotos und -Videos erstellt haben soll. Ursprünglich sagte Fernandes aber, er habe Videos von Frauen verschickt, die ihr sehr ähnlich ausgesehen hätten. Es war ein kleiner Detailfehler der Medien mit grossen Folgen.

Denn Ulmens Anwalt fokussierte darauf und bestritt, dass sein Mandant je Deepfakes erstellt habe. All die anderen Vorwürfe liess er aber unkommentiert.

Verfolgst du den Fall von Collien Fernandes und Christian Ulmen?

Wegen des Dementis des Anwalts glaubten einige, dass ihr widersprochen worden sei, dass sie gelogen habe, so Fernandes. «Ich empfinde das als krassen Psychoterror vonseiten meines Ex-Mannes.»

Collien Fernands erzählt, dass sie auch Nachrichten von Frauen erhält, die Ähnliches erleben mussten. Das habe gezeigt, dass sie nicht alleine sei.

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