Der Kanton Luzern nutzt das Asylzentrum in Buttisholz um und bringt dort künftig abgewiesene Asylsuchende unter, die Nothilfe beziehen.
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Männliche Asylbewerber gehen über das Gelände der Zentralen Ausländerbehörde (ZABH). (Symbolbild) - dpa-infocom GmbH

Der Kanton Luzern nutzt das Asylzentrum in Buttisholz um und bringt dort künftig abgewiesene Asylsuchende unter, die Nothilfe beziehen. Ihre Zahl ist seit der Corona-Pandemie stark angestiegen, weil Ausschaffungen und freiwillige Ausreisen teilweise blockiert sind.

Die Zahl der männlichen Einzelpersonen, die im Minimalzentrum Buttisholz untergebracht sind, sei seit längerem rückläufig, teilte die Gemeinde am Mittwoch mit. Aktuell seien noch rund 20 Personen vor Ort, Platz hätte es für deren 76.

Der Rückgang der Zuweisungen seit 2017 hat sich gemäss der Gemeinde durch die Reisebeschränkungen wegen Corona noch verstärkt. In einem Minimalzentrum werden selbständige Personen untergebracht, die nur reduziert betreut werden müssen.

Dagegen nimmt die Zahl jener zu, die trotz abgelehntem Asylgesuch die Schweiz nicht verlassen. Grund dafür sind die pandemiebedingten Reisebeschränkungen. Voraussichtlich ab Mitte Jahr wird das Zentrum in Buttisholz daher neu als Nothilfezentrum genutzt. Zuständig dafür ist der Kanton.

Die Betreuung tagsüber erfolgt durch Mitarbeitende der kantonalen Dienststelle Asyl- und Flüchtlingswesen. Abends und nachts führt das Team Sicherheit & Prävention regelmässige Kontrollen durch. Die Begleitgruppe bleibe in ihrer bisherigen Zusammensetzung und Funktion bestehen, teilte die Gemeinde mit.

Der Gemeinderat habe der Neustrukturierung unter den Bedingungen zugestimmt, dass die abgewiesenen Asylbewerber spätestens nach einem Jahr das Minimalzentrum wieder verlassen.

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