Schweizer Technologie: ETH-Studierende bauen aus alten Materialien
An der ETH Zürich lernen Studierende, wie aus Abbruchmaterialien neue Bauwerke entstehen.

Das Wichtigste in Kürze
- ETH-Studierende nutzen alte Baumaterialien für neue Bauprojekte.
- Sie arbeiten direkt auf Baustellen und mit digitalen Tools.
- Ziel ist nachhaltigeres Bauen mit weniger Abfall.
Alte Gebäude werden oft einfach abgerissen – und das Material landet im Abfall. Doch genau hier setzt ein Projekt der ETH Zürich an: Studierende lernen, wie sich bestehende Bauteile wiederverwenden lassen. Auf Baustellen zerlegen sie Gebäude, scannen Holzbalken, vermessen Stahlträger und katalogisieren Fenster oder andere Bauteile. Statt neu zu planen, arbeiten sie mit dem, was bereits vorhanden ist.
Planen mit vorhandenen Materialien
Das stellt die Studierenden vor neue Herausforderungen. Denn die Materialien geben vor, was gebaut werden kann – nicht umgekehrt. Entwürfe müssen immer wieder angepasst werden. So entstehen beispielsweise Spielplätze, Pavillons oder Veranstaltungsräume aus wiederverwendeten Bauteilen. Einige dieser Projekte werden sogar öffentlich genutzt.
Zum Einsatz kommen moderne Technologien wie 3D-Scanning, künstliche Intelligenz oder virtuelle Realität. Damit lassen sich Bauteile exakt erfassen und neue Konstruktionen planen. Auch Maschinen wie CNC-Fräsen helfen, die Materialien weiterzuverarbeiten. Ziel ist es, möglichst wenig Abfall zu produzieren und Ressourcen zu schonen.
Weniger Abfall im Bauwesen
Der Kurs kombiniert Theorie und Praxis. Ein grosser Teil der Zeit verbringen die Studierenden direkt auf Baustellen oder in Werkstätten. Sie arbeiten mit Architekten, Bauunternehmen und anderen Fachleuten zusammen. Dabei lernen sie nicht nur Technik, sondern auch Teamarbeit und Projektplanung.
Der Bausektor verursacht weltweit grosse Mengen an Abfall und CO₂-Emissionen. Wiederverwendung gilt als wichtiger Ansatz, um nachhaltiger zu bauen.
Das ETH-Projekt zeigt, wie das in der Praxis funktionieren kann – und bereitet die nächste Generation von Ingenieurinnen und Architekten auf diese Herausforderung vor.













