2,4 Millionen Franken: Stadtrat unterstützt Krisenregionen
Die Stadt Zürich bewilligt 2,42 Millionen Franken für acht Projekte. Ziel ist es, die Not der Vertriebenen in Syrien, im Sudan und im Tschad gezielt zu lindern.

Wie die Stadt Zürich berichtet, hat der Stadtrat vor dem Hintergrund der Krisen in Syrien und im Sudan beschlossen, acht humanitäre Projekte mit insgesamt 2,42 Millionen Franken zu unterstützen. Die Projekte kommen Menschen zugute, die von Krieg, Vertreibung, Armut und akuter Erkrankung betroffen sind.
Im Rahmen der humanitären Hilfe hat der Stadtrat Beiträge an acht Projekte in zwei Krisengebieten beschlossen. Die Gesamthöhe beträgt 2,42 Millionen Franken.
Syrien: Unterstützung für krisenbetroffene Menschen
Die humanitäre Krise in Syrien zählt zu den komplexesten und langanhaltendsten weltweit. 2025 waren schätzungsweise 16,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Seit Dezember 2024 sind über 3 Millionen Flüchtlinge und Binnenvertriebene in ihre Herkunftsregionen zurückgekehrt, während rund 5,54 Millionen Binnenvertriebene weiterhin nicht zurückkehren konnten.
Militärische Auseinandersetzungen Anfang 2026 haben die Lage in Nord- und Nordostsyrien zusätzlich verschärft. Die wechselnden Machtverhältnisse und die damit verbundenen Bevölkerungsverschiebungen erhöhen den Druck auf die bereits stark beanspruchten Basisdienstleistungen und Infrastrukturen.
Angesichts dieser Krise unterstützt die Stadt Zürich vor Ort vier Projekte in den Bereichen medizinische Versorgung, Grundversorgung sowie Zugang zu Bildung in Krisensituationen mit insgesamt 1,05 Millionen Franken. Davon gehen je 300'000 Franken an das Schweizerische Rote Kreuz, an Medico International Schweiz und an Helvetas sowie 150'000 Franken an das Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirchen Schweiz (HEKS).
Sudan und Tschad: Unterstützung für Kriegsvertriebene
Seit dem Ausbruch des Konflikts im April 2023 hat sich die Lage im Sudan kontinuierlich verschlechtert. Es handelt sich um eine der grössten humanitären Krisen weltweit. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung – rund 33,7 Millionen Menschen – sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Zentrale Infrastrukturen in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Grundversorgung sind weitgehend zerstört, in mehreren Gebieten wurde eine Hungersnot bestätigt. Besonders betroffen sind Frauen, Kinder und marginalisierte Gruppen, die erhöhten Risiken von Gewalt und schweren Verstössen gegen das humanitäre Völkerrecht ausgesetzt sind.
Rund 11,6 Millionen Menschen wurden innerhalb des Landes vertrieben, weitere 4,5 Millionen sind in Nachbarländer geflüchtet – insbesondere in den Tschad, der allein rund 1,5 Millionen sudanesische Flüchtlinge aufnimmt.
Unterstützung für bewährte Hilfsorganisationen
Die Stadt Zürich zahlt insgesamt 1,37 Millionen Franken an vier Organisationen, die über langjährige Erfahrung vor Ort verfügen. Sie unterstützen sowohl die Opfer des Kriegs im Sudan als auch die Geflüchteten im Tschad in den Bereichen medizinische Versorgung und Grundversorgung.
230'000 Franken gehen an Medair, 600'000 Franken an Ärzte ohne Grenzen (MSF), 240'000 Franken an Women’s Hope International und 300'000 Franken an Swissaid.










