Schweizer Technologie: Drohnen sollen Staus in Städten vorhersagen

Swiss Engineering
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Lausanne,

Forschende in Lausanne entwickeln eine Technologie, die den Verkehr besser verstehen und Staus reduzieren soll.

Schweizer Technologie
Schweizer Pendler verbringen teils mehr als 100 Stunden pro Jahr im Stau. Drohnen könnten helfen, den Verkehr besser zu regeln. - Istockphoto

Das Wichtigste in Kürze

  • Pendler verlieren in Schweizer Städten teils über 100 Stunden pro Jahr im Stau.
  • Drohnen liefern neue Daten, um Verkehrsprobleme besser zu analysieren.
  • Langfristig könnte die Technologie helfen, Staus zu reduzieren.

Stau, Stop-and-go, Zeitverlust: Für viele Autofahrer gehört das zum Alltag. Besonders in Städten kostet der Verkehr Nerven – und Zeit. In der Schweizer «Stauhauptstadt» Genf stehen Pendlerinnen und Pendler im Schnitt über 140 Stunden pro Jahr im Stau. Auch in Zürich und Lausanne summieren sich die verlorenen Stunden schnell.

Forschende der EPFL arbeiten deshalb an neuen Lösungen. Ihr Ansatz: Drohnen sollen den Verkehr aus der Luft beobachten und helfen, Staus besser zu verstehen – und künftig vielleicht zu vermeiden.

Staus aus der Vogelperspektive

Bisher wird Verkehr vor allem mit fixen Sensoren gemessen – etwa Kameras oder Induktionsschleifen im Asphalt. Diese liefern jedoch nur punktuelle Daten. Drohnen hingegen erfassen ganze Strassenabschnitte gleichzeitig. Sie zeigen, wie sich Fahrzeuge bewegen, wo sich Verkehr verdichtet und wie Staus entstehen. Auch Velos, Busse oder Fussgänger werden einbezogen.

Die gesammelten Daten werden mit künstlicher Intelligenz ausgewertet. So können Forschende erkennen, wo sich Staus bilden – und wie sie sich ausbreiten. Erste Ergebnisse zeigen: In Kombination mit bestehenden Messsystemen lassen sich Verkehrsprognosen deutlich verbessern. Das ist die Grundlage für künftige Lösungen wie intelligente Ampeln oder gezielte Verkehrslenkung.

Noch ist die Technologie nicht im Einsatz für die tägliche Verkehrssteuerung. Die Drohnen werden derzeit vor allem für Studien eingesetzt, etwa in Städten wie Athen oder Genf. Auch ein Spin-off arbeitet daran, die Technologie in die Praxis zu bringen. Kurzfristig wird sich für Autofahrer also nichts ändern. Langfristig könnte sich das aber auszahlen: Wenn Staus früher erkannt oder sogar vorhergesagt werden, lassen sich Ampeln anpassen oder Verkehrsströme gezielt umleiten. Ziel ist ein flüssigerer Verkehr – und weniger Zeitverlust im Alltag.

Kommentare

User #4936 (nicht angemeldet)

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