Renault

    Renault muss für Milliardenkredit Gegenleistungen erfüllen

    Keystone-SDA
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    Frankreich,

    Der in finanzielle Schwierigkeiten geratene Autohersteller Renault muss für seinen staatlich garantierten Kredit von bis zu fünf Milliarden Euro Gegenleistungen erfüllen. Dazu gehöre der Verzicht auf eine Dividende im laufenden Jahr, sagte Interimschefin Clotilde Delbos am Freitag bei der Hauptversammlung in Boulogne-Billancourt bei Paris.

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    Der französische Autohersteller Renault. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Delbos sagte weiter, zu den Bedingungen gehöre auch, dass Zulieferer ordnungsgemäss bezahlt werden.

    Tochtergesellschaften in Steuerparadiesen seien tabu. Ausserdem musste Renault zusichern, nicht die Verschiebung von europäischen Grenzwerten für den CO2-Ausstoss von Fahrzeugen zu beantragen. Der Konzern habe «überhaupt kein Problem» gehabt, die Bedingungen zu erfüllen, sagte die Topmanagerin. Renault habe den Kredit einer Gruppe von Banken bisher nicht in Anspruch genommen.

    Renault hatte im vergangenen Monat den sozialverträglichen Abbau von weltweit rund 15 000 Stellen angekündigt, um aus der Krise zu kommen. Der Autobauer will seine Überkapazitäten abbauen, um wieder rentabler zu werden. Renault-Präsident Jean-Dominique Senard sagte, die Gespräche mit den Sozialpartnern hätten begonnen. Das Aktionärstreffen fand wegen der coronabedingten Gesundheitslage nur im kleinen Kreis statt.

    Der neue, aus Italien stammende Generaldirektor Luca de Meo zeigte sich zuversichtlich, dass eine Wende bei dem krisengeschüttelten Hersteller möglich ist. Er bat allerdings um etwas Zeit. «Der im vergangenen Monat angekündigte Sparplan ist der erste wichtige Schritt für die Sanierung von Renault», sagte der frühere Seat-Vorstandschef, der am 1. Juli seinen neuen Job in Frankreich beginnen wird. Von ihm wird ein Strategieplan für die weitere Entwicklung des Konzerns erwartet.

    Renault gilt in Frankreich als ein schwieriges Unternehmen. Der Hersteller ist zu 43,4 Prozent an dem japanischen Allianzpartner Nissan beteiligt, der inzwischen tiefrote Zahlen schreibt. Dem französischen Staat gehören 15 Prozent an Renault und er hat in Boulogne-Billancourt ein gehöriges Wort mitzureden.

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