Kryptowährungen wirbeln den internationalen Geldmarkt auf. Nun drängt ein einflussreicher Ökonom auf Regulierungen.
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Die Kryptowährung Bitcoin soll strenger reguliert werden. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie haben den Finanzmarkt verändert.
  • Nun soll deren Handel international geregelt werden.
  • In der Schweiz wurden bereits erste Rahmenbedingungen gesetzlich verankert.

Kryptowährungen sollen bereits in einem Jahr in einem weltweiten Rahmenwerk reguliert werden. Dies sagte der französische Wirtschaftswissenschaftler Benoît Cœuré gegenüber der «Financial Times».

Coeuré war von 2012 bis 2019 Mitglied im Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB). Zudem leitete er das Innvoationszentrum der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), wie «Finews» berichtet.

Kryptowährung – neuer Regulierungsbedarf für den Geldmarkt

Kryptowährung wird dezentral gehandelt. Gemäss Coeuré sei diese dezentrale Finanzwirtschaft (DeFi), daran, die Handelsplätze und Börsen zu stören. Denn diese würden ausserhalb der traditionellen Handelsplätze mit intelligenten Verträgen abgewickelt. Für Coeuré seien solche Währungen nicht unbedingt eine Bedrohung für die Börsenplätze.

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Benoit Coeuré während einer WEF-Veranstaltung 2015. - Keystone

«Aber jetzt, wo er wirklich sehr schnell wächst, ist die Zeit für eine konsequente Regulierung gekommen», sagte er.

Schweiz hat gesetzliche Anpassungen vorgenommen

Auch die Schweiz hat bereits eine Reihe von Gesetzen den neuen Bedingungen, welche durch die Blockchain geschaffen wurden, angepasst. Darunter fällt die Zulassung einer Blockchain-Börse.

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