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Boeing zeigt sich beim neuen Dreamliner zurückhaltend

Boeing agiert bei der 777-10 vorsichtig. Doch welche strategischen Gründe stehen hinter dem gemässigten Tempo?

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Boeing zeigt einen verhaltenen Kurs beim grössten Dreamliner 777-10. - Keystone

Boeing zeigt sich bei der 777-10 auffallend zurückhaltend: Das Modell, das grösste Mitglied der 777X-Familie, befindet sich weiterhin in der Erprobung. Doch der US-Konzern vermeidet grosse Ankündigungen.

Nach Angaben der «Seattle Times» verfolgt dieser derzeit einen konservativen Zeitplan. Damit wolle er nach den Pannen der letzten Jahre Vertrauen zurückzugewinnen.

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Boeing mässigt das Tempo bei der Fertigstellung der 777-10 – aus wichtigen Gründen. - dpa

Auch laut dem «Wall Street Journal» will Boeing nach internen Vorgaben keine Markteinführung nennen, bevor die Zertifizierungsprozesse vollständig abgeschlossen sind. Das Unternehmen hat nach den Problemen mit der 737 MAX und Produktionsmängeln bei der 787 erhebliche regulatorische Auflagen zu erfüllen.

Boeing legt Fokus auf Stabilität statt Geschwindigkeit

Wie die «Financial Times» berichtet, betont CEO Dave Calhoun intern, dass «Zuverlässigkeit Vorrang vor Marktgeschwindigkeit» habe. Der Konzern will Fehler aus der Vergangenheit vermeiden und verschiebt Prioritäten auf Qualität und Lieferstabilität.

Der Flugzeughersteller steht zudem unter Beobachtung der US-Luftfahrtbehörde FAA. Diese wendet bei der 777X eine besonders strenge Zertifizierung an.

Laut der «New York Times» dürfen künftige Testflüge nur unter verschärften Auflagen stattfinden.

Nachfrage vorhanden, doch Vorsicht dominiert

Trotz breiter Nachfrage lässt der Konzern potenzielle Kunden warten. Nach Angaben von «Reuters» bleiben viele Grossbestellungen von Airlines wie Emirates oder Lufthansa vorläufig bestehen.

Allerdings wurden vereinbarte Lieferzeiten mehrfach angepasst. Boeing spricht offiziell davon, die Aufnahme der Serienproduktion erst dann zu starten, wenn «alle Sicherheits- und Qualitätsmassstäbe langfristig gesichert sind».

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Branchenexperten sehen darin keine Schwäche, sondern eine bewusste Strategie, das Vertrauen von Regulierungsbehörden und Kunden nachhaltig zu stärken.

Marktdruck durch Airbus bleibt hoch

Während Boeing abbremst, nutzt Airbus den Moment aus. Die Europäer treiben die Auslieferung ihrer A350-1000 voran, die als direkte Konkurrenz zur 777-10 gilt.

Laut «Bloomberg» wächst der Druck auf Boeing, rascher in die Produktion zu gehen. Doch intern soll das Management diesen Kurs ausdrücklich ablehnen.

Der Fokus bleibe, so Boeing-Sprecher Paul Lewis gegenüber «CNBC», «auf einem sicheren, zuverlässigen und wirtschaftlich tragfähigen Programm». Damit signalisiert das Unternehmen, dass kurzfristige Gewinne zurückstehen müssen, um langfristige Stabilität zu sichern.

Kommentare

User #5428 (nicht angemeldet)

Einfach nur gruselig dieser "Erguss" von Frau Rutsch. Weder gibt es eine 777 Dreamliner, noch ist die 777-10 in der Erprobung. Die 777-10 befindet sich in einer Machbarkeitsstudie und ist noch ganz weit weg von einer Erprobung! Und der A35K ist auch nicht der direkte Konkurrent zur 777-10!

edelweisz

Statistisch betrachtet hatte Boeing absolut gesehen mehr tödliche Unfälle als Airbus. Zudem kämpft Boeing seit Jahren mit Qualitäts- und finanziellen Problemen. Gut das SWISS eine Flotte betreibt, die überwiegend aus Airbus-Flugzeugen besteht.

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