So war die WEF-Rede: Trump wettert gegen Schweiz und Keller-Sutter
Donald Trump hielt am Mittwochnachmittag seine mit Spannung erwartete Rede am WEF in Davos GR.
Das Wichtigste in Kürze
- US-Präsident Donald Trump landete heute Mittag in Zürich.
- Von dort reiste er nach Davos ans WEF, um seine Rede zu halten.
Die diesjährige Ausgabe des Weltwirtschaftsforums wird überschattet von Donald Trumps Drohungen, Grönland amerikanisch machen zu wollen. Am Dienstag haben Spitzenpolitiker wie Emmanuel Macron, Ursula von der Leyen oder Mark Carney deswegen bei ihren Reden am WEF den Ton verschärft.
Dementsprechend gespannt war man im Vorfeld auf die Rede von Donald Trump.
Trump schiesst gegen Keller Sutter
15.34: Über die Schweiz sagt Trump: «Dem Land geht’s nur wegen uns so gut. Dafür gibt’s unzählige Beispiele. Geld wird nur deswegen gemacht, weil wir nichts in Rechnung stellen. Dann kann man in die USA kommen, dort die wunderbaren Uhren verkaufen. 41 Milliarden verdienen. Und das geht auf unsere Kappe. Ich habe gesagt, das kann so nicht weitergehen. Es wird aber auch mit diesen 30 Prozent Zöllen noch ein Defizit geben.»

Und weiter: «Ich weiss nicht, ob es einen Präsidenten gibt. Eine Premierministerin.» Gemeint ist Karin Keller-Sutter. «Sie hat immer wieder gesagt, wir sind so ein kleines Land, tun Sie das nicht. Ich habe gesagt, ja aber ein grosses Defizit. Die ging mir wirklich unter die Haut. Da hab ich gesagt, gut, machen wir 39 Prozent. Dann gings richtig zur Sache, Rolex kam zu mir. Dann hab ich gesagt gut, gehen wir noch etwas runter. Jetzt werden die Zölle gezahlt.»
USA werde ausgenutzt
15.25: Trump fordert die Anhebung von Medikamentenpreisen durch die Franzosen. Frankreich nutze die USA seit 30 Jahren aus.
Trump habe mit 25 Prozent Zöllen auf französische Exporte in die USA gedroht. Daraufhin habe Macron eingelenkt. Nur drei Minuten hätten die USA pro Land gebraucht, um einen Zoll-Deal auszuhandeln.

15.11: Trump: «Wir bezahlen die Nato nur, und bekommen nichts. Was wir jetzt wollen, ist Grönland. Als Eigentum. Sie brauchen das Eigentumsrecht, um das Recht zu haben, um es zu verteidigen. Das können Sie nicht, wenn sie etwas nur pachten.»
Dies für die nationale und internationale Sicherheit, und die Möglichkeit, «unsere Feinde zurückzuweisen».
«Wir wollen nur ein Stück Eis im Gegenzug zum Schutz der Welt.»
An Nato-Generalsekretär Mark Rutte gerichtet: «Wir haben nie um etwas gebeten. Wir werden auch nichts bekommen, es sei denn, ich nütze hier grosse Macht. Aber ich werde das nicht tun. Da werden Sie sicher alle aufatmen. Die Leute dachten vielleicht, dass ich da mit Macht vorgehen werde. Ich möchte nur, dass die USA dieses Grönland bekommen. Wir haben es von gar nicht allzu langer Zeit an Dänemark zurückgegeben.» Trump bezieht sich dabei auf den Zweiten Weltkrieg.

15.07: Trump habe ein grosses Chaos geerbt: «Die Grenzen waren offen, die Inflation war hoch.» Die Grenze hätte er wieder hergestellt: Die USA habe nun die stärkste Grenze weltweit. Zusätzlich habe er etliche Kriege beendet. Die Nato und Europa würden die USA jedoch nicht schätzen. Obwohl die Nato praktisch zu 100 Prozent von den USA finanziert worden sei. Dies habe Trump jedoch eingestellt.
15.06: Die Vereinigten Staaten würden sehr unfair von der Nato behandelt: «Wir geben so viel und bekommen so wenig zurück.» Die Nato würde es ohne Trump nicht mehr geben.
«Grönland ist ein unterentwickeltes Land»
15.02: Trump: «Grönland ist ein unterentwickeltes Land.» Eine grosse Insel, die nicht gesichert sei. Für die USA sei sie seit Hunderten von Jahren ein strategischer Punkt. Und seit 200 Jahren werde von US-Präsidenten versucht, Grönland zu kaufen. Heute sei es wichtiger denn je, dass Grönland den USA gehöre.

14.59: «Ich habe grossen Respekt für die Menschen in Grönland und Dänemark.» Aber jede NATO-Nation müsse es schaffen, sich zu verteidigen, so der US-Präsident. Die USA fühlte sich verpflichtet während des Krieges, die eigenen Truppen nach Grönland zu schicken. Sonst hätte Grönland keine Chance gehabt. Man hätte für Dänemark gekämpft. Nach dem Krieg habe man Grönland wieder an Dänemark zurückgegeben. Dies sei ein Fehler gewesen. Und Dänemark sei undankbar.
14.58: Die USA sorgen sich um die europäischen Länder: «Wir glauben an die Verbindung mit Deutschland.» Man müsse einen vereinten Westen sehen: «Europa zerstört sich.»
«Ich will, dass Europa Erfolg hat»
14.56: «Ich will, dass Europa Erfolg hat», sagt Trump. Je mehr Windräder das Land hat, desto mehr verliert das Land Geld. In China, dem Haupt-Produzenten von Windrädern, würden auch keine Windräder gebraucht.
14.55: Windräder würden die Landschaft verschandeln. Bei jeder Drehung würde man 1000 US-Dollar verlieren. Deutschland würde ihre Reserven nicht nutzen. Ein Drittel werde in der Nordsee nicht ausgeschöpft. Aus Umweltschutz-Gründen würde das Land dies nicht zulassen.

14.52: Die Benzinpreise seien stark gesunken in den USA. Zahlen, die man seit Jahren nicht gesehen habe. Trump habe ein Gesetz unterschrieben, für neue Kernreaktoren. Die USA würden in die Welt der Atomenergie investieren. Ausserdem sei USA führend bei KI: «Ich bin stolz», so Trump.
14.49: Durch die Zölle sei das grosse Handelsdefizit reduziert worden. Innerhalb eines Jahres wurde dieses um 77 Prozent gekürzt.
Historische Handelsverträge seien abgeschlossen worden. Mit europäischen Ländern sowie Japan und Südkorea wurden massive Deals bezüglich Öl und Gas abgeschlossen.
Das Wachstum werde gefördert und die Börse würde steigen. Wenn die USA wachsen, wwürde die ganze Welt wachsen.
«Europa geht nicht in die richtige Richtung»
14.42: Europa sei kaum wiederzuerkennen, sagt Trump: «Ich liebe Europa, aber es geht nicht in die richtige Richtung.»

Im Juli wurden Steuerkürzungen durchgeführt. Kapitalinvestitionen wurden durchgeführt. USA hatte ein hervorragendes Jahr aus finanzieller Sicht, so der US-Präsident.
14.38: Der US-Präsident hat seine Rede begonnen.
Trump sei mit phänomenalen Neuigkeiten aus den USA hier in Davos. Die wirtschaftliche Geschichte Amerikas hätte gelitten. Seit einem Jahr würde es jedoch keine Inflation mehr geben. Im Gegenteil: Ein grosses Wachstum sei zu verzeichnen.
Die Menschen seien sehr zufrieden mit dem US-Präsidenten.
Investitionszusagen von 18 Billionen US-Dollar seien den USA zugesagt worden. Trump rechne sogar mit 20 Billionen US-Dollar. Das seien grossartige Neuigkeiten für die ganze Welt.












