US-Finanzchef: Parmelin ist fantastischer Vertreter «für Franzosen»

US-Finanzminister Scott Bessent hat gemäss eigenen Angaben am Mittwoch in Davos GR ein Treffen mit Bundespräsident Guy Parmelin geplant.

US-Finanzminister Scott Bessent spricht in einer Davoser Kirche, in welcher das USA House eingerichtet wurde. (Archivbild)
US-Finanzminister Scott Bessent spricht in einer Davoser Kirche, in welcher das USA House eingerichtet wurde. (Archivbild) - KEYSTONE/AP/Markus Schreiber

Das Wichtigste in Kürze

  • Der US-Finanzminister Scott Bessent hat Guy Parmelin am WEF gelobt.
  • Er sei zuversichtlich, dass man einen Zolldeal ausarbeiten werde.
  • Parmelin sei ein ausgesprochen guter Vertreter «für die Franzosen».

Der US-Finanzminister habe mit dem SVP-Bundesrat eine «sehr gute Beziehung». Parmelin sei wirtschaftlich sehr versiert, sagte Bessent am Mittwochmorgen. Er sprach im USA House im Rahmen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos.

Zuversichtlicher zeigt sich Bessent in Hinblick auf die Zollverhandlungen. Er wird heute auf Guy Parmelin treffen, mit dem er gemäss eigenen Angaben ein «sehr gutes Verhältnis» hat.

Er sei überzeugt, dass dank Parmelins Führungskapazitäten ein Abkommen, das für US-Bürger fair sei, in Reichweite sei.

Wird es zwischen den USA und der Schweiz bald einen Zolldeal geben?

Nebst lobenden Worten unterläuft dem Finanzminister dann doch noch ein Fauxpas: Parmelin sei ein fantastischer Vertreter «für die Franzosen».

Die Schweiz sei eine industrielle Hochburg, sagte Bessent weiter. Er sei jedoch besorgt, dass sie sich der EU annähern könnte und die «europäische Bürokratie» die Schweizer Wirtschaft schwächen könnte.

Bern ist bereit für Verhandlungen

Das angestrebte Abkommen zwischen Bern und Washington soll den Zollstreit endgültig beilegen. Die USA erhoben vergangenes Jahr zunächst einen Zollsatz von bis zu 39 Prozent auf Schweizer Güter.

Nach mehrmonatigen Gesprächen konnte dieser Zollsatz im November auf 15 Prozent reduziert werden. Eine entsprechende Vereinbarung soll bis zum 31. März in einem Abkommen rechtlich bindend festgehalten werden.

Der Bundesrat verabschiedete für diese Verhandlungen vergangene Woche sein Verhandlungsmandat. Davos könnte als Plattform für den Beginn der Verhandlungen zum Abkommen dienen. Am Dienstag machte Wirtschaftsminister Parmelin keine eindeutigen Aussagen dazu.

Kommentare

User #6399 (nicht angemeldet)

Nun ja, es ist nur ein paar Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Das kann doch passieren, oder? Aber ist Macron dann Präsident von Belgien? Ist Erdogan dann Orban? Orban der Prinz von Vladimiristan? Meloni dann KKS. Und KKS dann BB? Über Letzteres müssen wir Bessent dann wirklich dringend auf den neuesten Stand bringen. Über die Roten nichts als Gutes. Oh nein, auch nicht. Wie verwirrend das alles ist. Was für ein Chaos dieser Bessent verursacht.

User #5635 (nicht angemeldet)

Nun ja, wenn man sieht, was dieser steife Mann in Interviews mit Fragen zur Wirtschaft und kritischen Anmerkungen zu den Ideen seines Chefs, die ziemlich stark mit der Realität kollidieren, stotternd für einen Unsinn von sich gibt, dann sieht man, wie dieser Mann stockend vage Zirkelschlüsse zieht, die inhaltlich eigentlich überhaupt nichts bedeuten. Sollte man sich über ein Kompliment von einer solchen Person freuen? Ich würde es nicht als Kompliment auffassen.

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