Alle Kantone melden mehr Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Vergleich zur Vorwoche und es werden mehr Covid-Patienten in den Spitälern behandelt.
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Erneut haben sich während den letzten sieben Tagen mehr Menschen mit dem Coronavirus angesteckt als in der Vorwoche. Auch die Zahl der Spitaleintritte ist gestiegen. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zahl der Neuinfektionen ist innert Wochenfrist in allen Kantonen angestiegen.
  • Die Kantone Uri, St. Gallen und Thurgau verzeichneten fast eine Verdreifachung.
  • Die Auslastung der Spitäler ist derweil weiterhin tief – Tendenz aber steigend.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist auch in der zweiten Augustwoche weiter angestiegen. Die Fallzahlen sind schweizweit um über 85 Prozent im Vergleich zur Vorwoche angestiegen. In der ersten Augustwoche lag die Zunahme noch bei 41 Prozent.

Alle Kantone verzeichneten einen Anstieg der Infektionen. Die Kantone Uri, St. Gallen und Thurgau ragen klar heraus mit fast einer Verdreifachung der Fälle.

Am anderen Ende der Skala stehen Genf, Jura, und Basel-Stadt. Doch auch da kam es zu über 33 Prozent mehr Ansteckungen mit dem Coronavirus.

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Prozentuale Veränderung der Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro Kanton. - BAG/Nau.ch

Die höchste 7-Tage-Inzidenz der Schweiz weist neu der Thurgau auf. 237 von 100'000 Personen wurden letzte Woche positiv auf das Coronavirus getestet. Dahinter folgen die Kantone Glarus, Genf und St. Gallen.

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Die 7-Tage-Inzidenz zwischen dem 28. Juli und dem 16. August 2021.
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Die absoluten kantonalen Infektionszahlen vom 28. Juli bis am 16. August 2021.

Das Tessin etabliert sich als Vorzeige-Region mit der tiefsten Inzidenz des Landes und kratzt an der 100er-Grenze. Am schlechtesten schneidet derzeit die Deutschschweiz ab.

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Die 7-Tage-Inzidenz nach Sprachregionen. - BAG/Nau.ch

Coronavirus: Spitalauslastung ist weiterhin tief

Wie auch der abtretende Taskforce-Präsident Martin Ackermann im Interview mit Nau.ch sagte, hat die Inzidenz nicht mehr die gleiche Bedeutung wie letztes Jahr. Es müssten derzeit deutlich weniger Infizierte ins Spital als letzten Winter.

Welche Zahlen erachten Sie derzeit als relevanter?

Tatsächlich haben die Krankenhäuser noch reichlich Kapazität. Die Gesamtauslastung der Schweizer Spitäler liegt derzeit bei 74,4 Prozent.

Schweizweit wurden am Sonntag 409 Menschen wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt. Somit belegen Corona-Patienten 1,8 Prozent der Spitalbetten. 96 der Patienten liegen auf der Intensivstation, was einer Auslastung von 11 Prozent entspricht.

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Laborbestätigte Hospitalisationen zwischen dem 15. Februar und dem 16.August. - BAG

Auch die Zahl der täglichen Spitaleintritte ist angestiegen. Wegen Meldeverzügen gibt das BAG als letzten Wert denjenigen vom 10. August an. Der 7-Tagesdurchschnitt lag bei 27,7 Hospitalisationen – eine Woche zuvor hatte er noch 20,4 betragen.

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