Konjunktur führt 2025 zu höherer Arbeitslosigkeit im Kanton Bern
Im Kanton Bern waren 2025 durchschnittlich 3800 Personen mehr arbeitslos als noch im Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,4 Prozent auf 2,1 Prozent, blieb damit aber auf dem Niveau des 10-jährigen Durchschnitts.

Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht der kantonalen Ämter für Arbeitslosenversicherung und Wirtschaft hervor. Demnach war der Berner Arbeitsmarkt letztes Jahr von der schwachen Konjunktur und der grossen Unsicherheit im Zusammenhang mit der internationalen Wirtschafts- und Handelspolitik gezeichnet.
Insbesondere die Uhren- und die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie waren betroffen von diesen Umständen. Dort stieg die Arbeitslosenquote laut Bericht um jeweils 0,9 Prozent auf 5 respektive 3,6 Prozent. Der Verwaltungskreis Berner Jura, in dem diese Branchen stark vertreten sind, verzeichnete die stärkste Zunahme der Arbeitslosenquote.
Ebenfalls deutlich zugenommen haben die Kurzarbeitsgesuche, wie die Wirtschaftsdirektion weiter aufzeigte. Im Jahresverlauf genehmigte der Kanton 1079 Gesuche, die potenziell rund 24'000 Arbeitnehmende betrafen. 2024 waren noch knapp 16'000 Menschen betroffen.
Die ausbezahlten Entschädigungen beliefen sich auf 37 Millionen Franken und damit 9 Millionen mehr als 2024. Weil Kurzarbeitsentschädigungen bis zu drei Monate rückwirkend abgerechnet werden können, handelt es sich dabei um einen provisorischen Wert.










