Bald beginnt das Herbstsemester – und das vor Ort. Damit es zu keinem Ausbruch des Coronavirus kommt, bieten einige Institutionen Tests und Impfungen an.
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Die Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie führen zu weiteren Mehrkosten im Budget des Bundes. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die pädagogischen Hochschulen in Bern bieten repetitive PCR-Tests an.
  • In Zürich will man zum Semesterstart sogar eine Impfstation anbieten.
  • Andere Unis halten an den bisherigen Schutzmassnahmen fest.

Die Corona-Pandemie hat den Alltag zahlreicher Studenten auf den Kopf gestellt. Statt hitzigen Debatten im Vorlesungssaal pausiert das soziale Leben an den Universitäten. Studiert wird zu Hause, vor dem Bildschirm.

Doch damit soll nun Schluss sein. In wenigen Wochen beginnt das Wintersemester – und das weitestgehend vor Ort. So gilt neben einer allgemeinen Maskenpflicht vielerorts eine 50-Prozent-Belegung. Bedeutet: Nur jeder zweite Sitz im Hörsaal darf belegt sein.

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Der Kanton Schwyz führt die verbindlichen Corona-Reihentests an den Schulen bis voraussichtlich Ende März 2022 weiter. (Symbolbild) - Keystone

Um das Risiko einer Corona-Infektion noch weiter zu minimieren, bietet die pädagogische Hochschule in Bern sogar repetitive Massentests an. Jeweils am Montag und Donnerstag können sich Mitarbeitende wie auch Studierende mittels eines PCR-Spucktests testen lassen. Gratis und mit Covid-Zertifikat.

Die Kollegen in Zürich gehen sogar noch einen Schritt weiter. Nebst dem repetitiven Testen «beabsichtigt die PH Zürich, den Studierenden und Mitarbeitenden vor Ort die Möglichkeit anzubieten, sich impfen zu lassen». Dass heisst es auf Anfrage von Nau.ch.

Finden Sie die Gratis-Tests und Impfungen an den Unis gut?

Auch die Universität Zürich fördert die nationale Impfkampagne. Bereits jetzt können sich Studierende über das Impfzentrum des EPFI impfen lassen – und zwar ohne Voranmeldung. «Ab dem 20. September wird zudem während zweier Wochen ein Impfmobil auf dem Universitätsgelände stehen», so Melanie Nyfeler.

Universität Bern führt Zertifikatspflicht ein

Die Universitäten in Bern, Basel und Luzern haben Stand heute noch kein Test- geschweige denn ein Impfkonzept ausgearbeitet. «Da es sich bei der Universität Bern um eine Institution mit mehr Angehörigen handelt als bei der PHBern, benötigen vor allem die administrativen Vorbereitungen etwas mehr Zeit», erklärt Mediensprecherin Brigit Bucher.

Impfzertifikate Coronavirus
Am Montag ist ein Covid-Zertifikat vielerorts Pflicht. - Keystone

Anders als viele andere universitären Einrichtungen hat die Uni Bern allerdings bereits eine Zertifikatspflicht eingeführt. Diese gilt für alle Aktivitäten im Rahmen der Universität – mit Ausnahme der Lehre auf Bachelor- und Masterstufe.

Auch die Universität Basel hält die Einführung einer Zertifikatspflicht nicht abwegig. «Der Bundesrat sieht im Moment für die öffentlich-rechtlichen Institutionen keine Zertifikatspflicht vor», erklärt Matthias Geering. «Wir können aber nicht ausschliessen, dass bei veränderten Umständen das Covid-Zertifikat zum Zuge kommen wird.»

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